Kapitel 20: Nicht Sklaven der Fleischlichkeit

16/12/1990

HÜTET euch vor fleischlicher Dominanz in Versammlungen. Ihr habt sicherlich bemerkt, dass Worte von jemandem, dessen Leben in Christus verborgen ist, herzzerreißend sind - während genau dieselben Worte aus einem eigenwilligen, ungekreuzigten Leben wie Fingernägel auf einer Kreidetafel sind. Könnt ihr das nachempfinden? Es sind nicht die Worte. Es hat mit „dem Geist und dem Leben“ zu tun.

Es kommt in verschiedenen Formen:

Herr (oder Frau) Laut,

Herr Meinungsfroh,

Herr Gesprächig,

Herr Jammerlappen,

Herr Alleswisser, Herr Kritiker,

Herr Gelehrter, Herr Kontrolle,

Herr Erfahrung,

Herr Mega-Talent,

Herr Unempfindlich,

Herr Singen-wir-meinen-Lieblings-Song (Ich liebe es zu singen),

Herr Ich-kann-euch-armen-Menschen-helfen,

Herr Wir-müssen-hier-vorsichtig-sein,

...und eine Vielzahl von Cousins und Neffen.

Betet und fastet. Seid bereit, über die Schwierigkeiten zu sprechen, zuerst (wenn überhaupt möglich) „mit ihm und nur mit ihm“. Bring es ihm, dann mit zwei oder drei Zeugen, die helfen können, die Angelegenheit zu klären, und erzähle es dann der Gemeinde (Matth.18). Seid hier vorsichtig und zerbrecht nicht „das zerschlagene Rohr“ oder „verbittere das Kind nicht“.62 Der Mann, den Jesus im Gleichnis von den Talenten als den „ein-talentierten Mann“ bezeichnete, war in seiner Reaktion sehr fleischlich: „Ich weiß, dass du ein harter Mann bist, der erntet, wo er nicht gesät hat ... so fürchtete ich mich und ging und verbarg dein Talent“. Das war eine fleischliche Reaktion. „Ich muss mir dieses Zeug nicht gefallen lassen. Ich wusste, dass du mich betrügen würdest und dass du ein harter Meister bist. Ich wusste es einfach. Mann, dieses Zeug macht überhaupt keinen Spaß und pfui auf dich!“ Offensichtlich ist das eine sehr fleischliche Reaktion.

Wenn man einen unreifen und dominanten Bruder oder eine unreife und dominante Schwester beiseite nimmt, wird die typische Reaktion sein:

„Für wen hältst du dich eigentlich? Ich rede nicht mehr als jeder andere! Wenn das alle so empfinden, rede ich einfach nicht mehr! Okay?!“

Versteht ihr, was ich meine? (Mit anderen Worten: „Dann vergrabe ich einfach mein Talent!“)

„Ich wusste es; ich wusste es einfach. Vergisst es einfach. Ich gebe mir so viel Mühe und niemand weiß zu schätzen, was ich tue.“

Das ist die „Ein-Talent Reaktion“. Es ist Fleischlichkeit und du kannst so oder so nicht gewinnen. Was sie tun, tun sie aus Fleischlichkeit. Wenn du sie darauf korrigierst, wollen sie ihr Talent begraben. Jesu Antwort auf Talentvergrabende ist: „Du böser und fauler Diener. . . Werft diesen wertlosen Knecht nach draußen, in die Finsternis, wo es Heulen und Zähneknirschen geben wird“.

Lasst nicht zu, dass Fleischlichkeit, Schwäche und Unordnung herrschen. Es ist eine Herausforderung, denn normalerweise wollen Fleischlichkeit, Schwäche und Unordnung den Thron an sich reißen. Es sind typischerweise schwächere Brüder oder schwächere Schwestern in den meisten religiösen Gruppen, die die lauteste Stimme haben, die meisten Wellen schlagen, die Dinge kontrollieren und ihren eigenen Willen durchsetzen. Schwäche, Fleischlichkeit und Unordnung können so leicht regieren, und das können wir nicht zulassen. Fleischlichkeit, Unordnung und Chaos können nicht über unsere Zusammenkünfte herrschen und regieren. Es ist weder liebevoll noch mitfühlend, der Fleischlichkeit zu erlauben, Gottes Königreich zu regieren. Auf der anderen Seite, lass den eintalentierten (fleischlichen) Menschen nicht sein Talent vergraben und sich damit auch nicht selbst umbringen.

Viel Spaß und ich wünsche euch alles Gute.

Fußnoten

62 Das Heft „Das Handbuch des Apostels Paulus um fleischlichen Christen zur Reife zu helfen“ enthält nützliche verwandte Grundsätze. Zurück

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