Kapitel 11: Das gefürchtete „P von I“

16/12/1990

BITTE, um des Zeugnisses des Sohnes und des Friedens Seiner ganzen Familie willen, bitte! keine Ansammlung von Unwissenheit (Pooling of ignorance, auf Englisch). Das heißt, lasst das Szenario nicht zu, in dem jeder seine Weisheit, Gedanken, Erfahrungen, Beobachtungen und Bibelverse einfach auf den Haufen wirft. Es mag sich etwa so anhören: „Ich glaube, der Glaube ist...“ Oder: „Ich ging einmal in eine Kirche, wo wir...“; oder „Ich erinnere mich, als...“; oder „Der International Interdenominational Commentary sagt, dass dieser Vers bedeutet...“; „Im ursprünglichen Aramäisch ist die Bedeutung...“. Diese Art des Denkens könnte leicht ohne die Gemeinschaft mit Gott aufbrausen, was in der Regel auch geschieht. Oder man lebt in der Vergangenheit und „verlässt sich - aus Stolz oder Oberflächlichkeit - auf sein eigenes Verständnis“. Wenn ein bestimmtes Thema, das uns interessiert, auftaucht, können wir unsere so genannte Weisheit und unsere Beobachtungen beitragen, weil wir denken, dass wir das letzte bisschen Information, das uns gegeben wurde, überbieten können. Darum geht es im Königreich Gottes nicht. Gebt nicht der Versuchung nach, sich mit Äußerlichkeiten zu beschäftigen, um das Gespräch in Gang zu halten oder andere zu beeindrucken. Wenn unsere Interaktion in einer Zusammenkunft nicht richtig zu funktionieren scheint, ist der fleischliche Mann in jedem von uns verzweifelt bemüht, die Dinge aufzupeppen und die Zusammenkunft dynamisch zu gestalten. Wenn wir dieser Versuchung nachgeben, betrüben wir den Geist, indem wir uns Jesu Führung anmaßen. Und wenn das Leben eines jeden von uns voller Jesus ist, wird diese fleischliche Reaktion nie geschehen - sie wird nicht notwendig sein.

Natürlich werden Zusammenkünfte, in denen Jesus regiert, nicht langweilig oder wie ein Stau mit unnötigen „geistlichen“ Worten sein. Stellt euch vor, Paulus taucht in Troas auf und ist nicht in der Lage, ein Wort rein zu kriegen, weil alle eine Meinung hatten - aber nur wenige hatten einen „offenen Himmel“ und ein Wort von „Zuhause“ (Eph.2:6; Kol.3:1-3; Joh.17:3; Heb.10:19-20).

Unser Ziel ist es nicht, mehr Menschen zum „Mitmachen“ zu veranlassen. Unser Herz ist es, mehr von Jesus in unser Leben und in das Leben unserer Brüder und Schwestern zu bringen. Dann wird das „Mitmachen“ aus dem Überfluss von Gottes Herz ... durch uns kommen. Wir werden aus dem gegenwärtigen Leben Gottes und der Gemeinschaft im Heiligen Geist heraus funktionieren! Das ist es, worum es geht. Und so ist es auch mit dem Singen...

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