Humanismus

1950

Um die Auswirkungen im zwanzigsten Jahrhundert zu verstehen, müssen wir mindestens hundertfünfzig Jahre zurückgehen zu einem Konflikt, der das Christentum angriff. Direkt nach den großen Erweckungen in Amerika mit Finney, wo der Geist Gottes wunderbar auf bestimmte Teile unseres Landes ausgegossen wurde, kam es zu einem offenen Angriff auf unseren Glauben in Europa unter den hochgestellten Kritikern. Darwin hatte seine Evolutionstheorie postuliert. Bestimmte Philosophen hatten sie ihn ihre Philosophien aufgenommen, und Theologen hatten sie auf die Schrift angewendet. Und so kann man ab 1850 den Anfang einer Frontalattacke auf Gottes Wort beobachten. Satan war immer heimtückisch in seinen Angriffen darauf. Aber jetzt war die Jagdsaison eröffnet auf das Buch, auf die Kirche und Voltaire konnte erklären, dass in seiner Lebenszeit die Bibel nur noch ein Museumsstück sein würde. Dass sie vollständig vernichtet würde durch die Argumente, die er so energisch dagegen vorbrachte.

Was war der Effekt davon? Die Philosophie unserer Tage wurde der Humanismus. Und man könnte den Humanismus auf die folgende Weise definieren: Humanismus ist eine philosophische Aussage, dass das Ziel allen Seins das Glück des Menschen sei. Der Grund der Existenz ist Glücklich sein des Menschen. Nach dem Humanismus ist Erlösung nur eine Frage davon, so viel Gutes (Glück) wie möglich aus dem Leben zu bekommen. Friedrich Nietzsche sagte: „Die einzige wahre Befriedigung im Leben ist Macht, und Macht ist ihre eigene Rechtfertigung“ und „Die Welt ist ein Dschungel“. Wenn man davon beeinflusst ist, denkt man, dass es am Menschen sei, glücklich zu sein, mächtig zu werden und zwar mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Denn ein Mensch kann nur in dieser Position der Überlegenheit, oder wie wir gesehen haben, in der Anbetung des Molochs, glücklich sein. Das produziert folgerichtig einen Hitler, der die Philosophie von Nietzsche als seine Arbeitsgrundlage, als sein Lebensmotto und sein Führungsprinzip nahm, und deshalb vom deutschen Volk sagte, es sei „bestimmt, die Welt zu regieren“. Deshalb sind alle Mittel, die wir benutzen, um das zu erreichen, unsere Erlösung.

Jemand anders sagt: „Nein, das Ziel allen Seins ist das Glück, aber Glück kommt nicht davon, über Menschen Macht zu haben, sondern Zufriedenheit kommt aus sinnlichen Erfahrungen“. Das würde den Typen von Existenzialisten beschreiben, der heute in Frankreich charakterisiert, das dem Beatnizismus in Amerika den Weg bahnte und der großen Sinnlichkeit unseres Landes. Weil der Mensch nur ein Drüsentier ist, dessen höchste Ekstase durch die Betätigung seiner Drüsen kommt, ist Erlösung einfach, den angenehmsten Weg zu finden, um diesen Teil einer Person zu befriedigen. Das Ziel ist das Glück des Menschen.

John Dewey, ein amerikanischer Philosoph der Erziehung, konnte die Erzieher dahingehend beeinflussen, in der Kindererziehung alle absoluten Werte aufzugeben. Statt Kinder dazu zu bringen, bestimmte Maßstäbe zu erreichen, geht es nur noch darum, sich selbst zu verwirklichen, sich auszudrücken und dorthin auszudehnen, was sie für Glück halten, in dem sie waren, was sie sein wollten. So bekamen wir kulturelle Gesetzlosigkeit, denn jeder tut nur, was Recht ist in seinen eigenen Augen, und wir haben keinen Gott, der über uns herrscht. Die Bibel wurde durch ihre Thesen herabgesetzt, verboten und widerlegt. Gott wurde entthront—er existiert überhaupt nicht. Er hat keine persönliche Beziehung zu Individuen. Jesus Christus war nur ein Mythos oder nur ein Mensch. Das Individuum würde den Standard seines eigenen Glücks bestimmen und interpretieren.

de_zehn_schekel.jpg jesulebenzusammen.com
jesulebenzusammen.com
Deutsch Languages icon
 Share icon