Was befriedigt deine Seele?
29/6/2010
Kannst du außerhalb der Arche, Christus Jesus, Ruhe finden? Dann sei versichert, dass deine Religion nutzlos ist. Bist du zufrieden mit irgendetwas anderem als einem bewussten Wissen von deiner Einheit und deinem Interesse an Christus? Dann wehe dir. Wenn du dich als Christ bekennst, aber dennoch volle Befriedigung in weltlichen Freuden und Bestrebungen findest, ist dein Bekenntnis falsch. Wenn sich deine Seele in Ruhe ausstrecken kann und das Bett lange genug und die Decke breit genug findet, um sie in den Kammern der Sünde zu bedecken, dann bist du ein Heuchler und weit genug von allen rechten Gedanken an Christus oder der Wahrnehmung Seiner Kostbarkeit entfernt. Aber wenn du andererseits das Gefühl hast, dass, wenn du der Sünde ohne Strafe nachgeben könntest, es doch eine Strafe an sich wäre; und dass, wenn du die ganze Welt haben und für immer in ihr bleiben könntest, es genug Elend wäre, sich nicht von ihr trennen zu lassen; denn dein Gott - dein Gott - ist es, wonach sich deine Seele sehnt; dann sei von gutem Mut, du bist ein Kind Gottes. Mit all deinen Sünden und Unvollkommenheiten, nimm dies zu deinem Trost; wenn deine Seele keine Ruhe in der Sünde hat, bist du nicht so, wie der Sünder ist! Wenn du immer noch weinst und dich nach etwas Besserem sehnst, hat Christus dich nicht vergessen, denn du hast Ihn nicht ganz vergessen. Der Gläubige kann nicht ohne seinen Herrn auskommen; Worte reichen nicht aus, um seine Gedanken über Ihn auszudrücken. Wir können nicht auf dem Sand der Wildnis leben, wir wollen das Manna, das aus der Höhe herunterfällt; unsere Hautflaschen des Kreatur-Vertrauens können uns keinen Tropfen Feuchtigkeit geben, aber wir trinken von dem Felsen, der uns folgt, und dieser Felsen ist Christus. Wenn ihr euch von Ihm ernährt, kann eure Seele singen: „Er hat meinen Mund mit guten Dingen erfüllt, so dass meine Jugend erneuert wird wie die des Adlers“, aber wenn ihr Ihn nicht habt, kann euch euer platzender Weinbehälter und eure gut gefüllte Scheune keinerlei Befriedigung geben; vielmehr klage über sie mit den Worten der Weisheit: „Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist Eitelkeit“. (C. Spurgeon, London) 8:43