GEBET und GEHORSAM
von David Wilkerson
30/10/2005
Wir gehen manchmal zu Gott im Gebet, als ob Er ein reicher Verwandter sei, der uns unterstützt und uns alles gibt worum wir bitten, während wir nicht einmal eine Hand heben zu helfen. Wir heben unsere Hände im Gebet zu Gott, und dann stecken wir sie in unsere Taschen.
Wir erwarten, dass unsere Gebete Gott an die Arbeit für uns bringt, während wir untätig rumsitzen und denken: „Er hat alle Macht, ich habe keine, also werde ich einfach still stehen und Ihn die Arbeit machen lassen.“
Das hört sich nach guter Theologie an, ist es aber nicht. Gott erlaubt keine faulen Bettler an der Tür. Er wird es uns nicht einmal erlauben, denen auf der Erde barmherzig zu sein, die sich zur Arbeit weigern.
„Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen!“ ( 2. Thessalonicher 3,10).
Es gibt nichts Unbiblisches dran, unseren Tränen Schweiß hinzufügen. Nehmen wir zum Beispiel die Sache vom Beten für den Sieg über eine geheime Lust die im Herzen verweilt. Bittest du Gott einfach, sie durch ein Wunder wegzunehmen, und dann sitzt du da, in der Hoffnung dass sie von alleine stirbt? Keiner Sünde wurde je tödlich ins Herzen getroffen, ohne Mitwirkung der eigenen Hand des Menschen, wie im Falle von Josua. Die ganze Nacht lang lag er niedergeworfen und trauerte über Israels Niederlage. Gott stellte ihn auf seine Füße und sagte: „Steh auf! Warum liegst du auf deinem Angesicht? Israel hat gesündigt, und sie haben auch meinen Bund den ich ihnen geboten habe gebrochen… Steh auf, heilige das Volk“ (Jos. 7:10 -13).
Gott hat jedes Recht, uns von unseren Knien zu wecken und zu sagen: „Warum faul herumsitzen und auf ein Wunder warten? Habe ich euch nicht geboten, vom bloßen Schein des Bösen zu fliehen? Ihr sollt mehr tun, als einfach gegen eure Begierde zu beten – Ihr sollt auch von ihr rennen. Ihr könnt nicht ruhen, bis ihr alles was euch befohlen wurde, getan habt.“
Gib Gott nicht die Schuld wenn Er nicht auf deine Gebete hört, wenn du nicht auch auf seinen Ruf zum Gehorsam hörst. Du wirst Gott am Ende lästern und Ihn wegen Nachlässigkeit beschuldigen, während du die ganze Zeit der Übeltäter bist.