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Das Königreich Ist So Viel Größer Als…

2/12/2011

Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es an sich. (Matthäus11:12)

Das Königreich ist so viel größer als die Bekehrung. Natürlich, wenn ihr überhaupt gerettet werden wollt - ich mein gerettet im anfänglichen Sinn - dann werdet ihr damit ernst machen müssen. Ihr müsst es zu einer verzweifelt ernsten Sache machen, denn da wird sich alles aufmachen, um euch davon abzuhalten. Doch das Königreich bedeutet ein sehr großes Stück mehr als dies, bloß hinein zu gelangen, viel mehr, als bloß bekehrt zu werden.

Es liegt ein schönes Stück mehr in der Absicht Gottes für unser Leben, als wir uns je vorgestellt haben, und wenn wir da hineingelangen möchten, muss uns Gewalt charakterisieren. Wir müssen es verzweifelt ernst meinen und zu dem Punkt gelangen, wo wir sagen: „Herr, ich habe mich zu allem entschlossen, was du in Christus meinst. Ich habe mich dazu entschlossen, und ich lasse nicht zu, dass die Vorurteile und das Misstrauen anderer Leute mir in den Weg treten; ich lasse nicht zu, dass irgend ein von Menschen gemachtes System mich daran hindert; ich gehe mit dir voran für alle deine Absichten. Ich bin bereit, allem Gewalt anzutun, das mir in den Weg treten will“. Es ruft geradezu nach Gewalt, und wir müssen eine Menge Gewalt anwenden, um zu allem zu gelangen, was Gott für uns bereithält.

Oh, wie leicht werden doch Menschenleben abgelenkt, ganz einfach, weil sie nicht verzweifelt genug sind! Sie lassen sich von Dingen gefangen nehmen, die einschränken - Dinge, die an und für sich gut sein mögen, die sogar etwas von Gott in sich haben mögen, die aber dennoch einschränken, und die keinen weiten Weg offen lassen für alle Vorsätze Gottes. Der einzige Weg, um in all das zu kommen, was der Herr meint - ist der, verzweifelt zu sein, Menschen der Gewalt zu sein; Menschen zu sein, die sagen: „Durch die Gnade Gottes wird nichts und niemand, wie gut auch immer, mir im Wege stehen; Ich gehe mit Gott voran“. Nehmt diese Position ein beim Herrn, und ihr werdet feststellen, dass Gott auch auf diesem Boden begegnet.

Kein Mensch - nicht einmal Paulus selbst - erkannten alles, was sie erkennen sollten. Paulus erhielt ständig neue Enthüllungen von dem, zu dem er berufen worden war. Er erhielt am Anfang etwas recht Starkes und Reiches; später wurden ihm unaussprechliche Dinge gezeigt (2. Kor. 12,4). Er wuchs ständig in seiner Bergreifungskraft.

Doch warum? Weil er ein Mann der Gewalt war.

Gott begegnet uns, wenn wir so sind. „Dem Hinterlistigen trittst du entgegen“ (Ps. 18,26).

Im Prinzip heißt das, dass Gott für euch das ist, was ihr für ihn seid. Er meint es ernst, wenn ihr es ernst meint. Es gibt eine ganze Menge im Königreich, das wir nie erwartet hätten. Glaubt das. (T. Austin-Sparks)

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