Tägliches Sterben
9/5/1990
Frage:
Was ist der Unterschied zwischen dem ersten Tod, wenn wir unser Leben zum ersten Mal Jesus geben, und dem täglichen Tod? Manchmal scheint es, als gäbe es so viel, woran man sterben muss. Woran stirbt man am Anfang? Einige von uns zweifeln vielleicht daran, ob sie überhaupt gerettet sind, weil es so viel zu sterben gibt. Was ist der erste Tod?
Was du beim ersten Tod ablegst, ist dein Recht, dich jedem weiteren Tod zu verweigern. Einfach ausgedrückt. Du verzichtest auf dein Recht, in Zukunft jede Lehre oder jede Anweisung von Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist abzulehnen. Du verzichtest auf dein Recht, das Sterben abzulehnen. Du stirbst deinem Recht zu leben ab, und Gott wird das für uns interpretieren, im Laufe der Tage, die wir mit Ihm gehen, auf tiefere und tiefgründigere Weise. Wenn ich mein Auto und die Scheinwerfer anschalte, kann ich nur 25 Meter weit sehen, aber wenn ich 25 Meter fahre, kann ich 25 Meter weiter sehen. Wenn ich immer weiterfahre, erreiche ich irgendwann mein Ziel. Aber als ich mein Auto startete, konnte ich das Ziel noch nicht sehen. Ich habe diesen Weg eingeschlagen, ich habe diese Richtung eingeschlagen, und das Licht hat die Hindernisse und die Straße erhellt, Satan und seine Machenschaften, die Versuchungen auf dem Weg, und den Weg selbst, der Jesus Christus ist. Das Licht hat all diese Dinge erhellt, während ich den Weg entlang gegangen bin, nicht schon im Voraus. Niemand von uns muss sich dafür entschuldigen, so ist es nun einmal. Aber was wir sagen, wenn wir das Auto starten, ist, dass wir nach Hause fahren. Wir gehen den ganzen Weg, und jedes Hindernis wird umgangen, übersprungen oder niedergerissen, aber wir nehmen den Heimweg, und nichts wird uns aufhalten, durch seine Gnade. Wir werden uns mit den Hindernissen befassen, wenn sie kommen. Wenn also jemand sagt: „Hier ist eine Sünde in deinem Leben“, werde ich nicht sagen: „Naja, ich werde darüber nachdenken. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dafür Buße tun werde oder nicht ...“ Ich habe mich ja bereits entschieden, Buße zu tun. Und jetzt habe ich etwas, wofür ich Buße tun kann, das ich offensichtlich vorher nicht bereut hatte, wofür ich mich aber schon vor langer Zeit entschieden hatte, als ich mein Leben Jesus gab. Das war bereits entschieden. Jetzt geht es nur noch darum, wie ich dafür Buße tue. Man muss die Mittel und Werkzeuge der Gerechtigkeit in der linken und rechten Hand einsetzen, wie Paulus sagte. Man muss lernen, wie man die Rüstung Gottes anlegt, und bereit sein, sich von unseren Brüdern und Schwestern unterweisen und belehren zu lassen, sich von ihnen demütigen und ermutigen zu lassen, in schwierigen Situationen und in Gott selbst.