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Sei still und wisse, dass Er Gott ist

5/3/2025

(Gespräch mit einem Elternteil, das mit Ängsten und Überempfindlichkeit auf Geräusche zu kämpfen hat...)

speech bubble representing person 1 talkingKürzlich hatte ich einen Durchbruch. Mein Kind schrie, und ich hatte das Bedürfnis, auch zu schreien (mein Gesundheitszustand und meine Hormone), aber ich hielt den Mund. Ich öffnete ihn einfach nicht. Ich schaute meinen Sohn nur lange an und dachte: „Er ist ein Mensch, der braucht, dass ich nicht so bin wie er. Er braucht jemanden, der größer ist als seine kleinen Schleifen, Chemikalien oder was auch immer.“ Und ich dachte: „Was braucht er?“ Und in diesem Moment war es buchstäblich so, als würde der Lärm von vor mir nach hinten weichen, und ich sah nur noch einen Menschen. Es war unglaublich. Es fühlte sich buchstäblich wie ein „Matrix-Moment“ an. Ich habe das bisher nur zweimal erlebt. Aber ich weiß, dass es möglich ist.

speech bubble representing person 2 talkingJa, und das hätte ich dir auch immer empfohlen, anstatt Kopfhörer zu tragen, um Geräusche zu dämpfen. Die Welt ist heute voller Menschen, die Kopfhörer tragen. Das ist nicht in Ordnung. Diese Menschen verstecken sich vor der Realität, anstatt sie zu meistern. Ich bin froh, dass du diese bahnbrechende Erfahrung gemacht hast, denn jetzt weißt du, dass es möglich ist. Das ist die Art und Weise, wie Jesus lebte. Wenn du dich zum Opfer machst, wird sich das vervielfachen. Aber wenn du ein Überwinder bist, wird es hinter dir statt vor dir liegen.

speech bubble representing person 1 talkingIch bin mir sicher, dass Jesus auch Momente der Versuchung hatte. Ich denke an Jesus mit den Menschenmassen ... Er war nie weit weg von Lärm. Also werde ich auf keinen Fall meine Kopfhörer aufsetzen. Wenn ich sehr ängstlich bin ... für mich gibt es verschiedene Stufen der Angst. Es gibt Stufe drei, Stufe fünf, Stufe sieben und Stufe neun. Sobald ich Stufe neun erreiche ...

speech bubble representing person 2 talkingAchte darauf, dass du Stufe drei der Angst als Feind erkennst. Und anstatt es in deinem Kopf zu rechtfertigen: „Naja, das liegt an ___,“ oder, „So bin ich eben, das sind halt meine Hormone,“ musst du sagen: „Dieser interne Motor, der gerade in mir angefangen hat zu laufen, ist mein Feind; er ist nicht Jesus.“ Denn sobald du anfängst, Steine über die Klippe zu werfen, kommt die Lawine ins Rollen. Dann kommt es zu Stufe neun, und du rastest aus und reagierst. Du hättest gar nicht erst auf Stufe neun kommen sollen. Du bist kein Opfer.

speech bubble representing person 1 talkingIch stimme dir zu. Das sehe ich genauso.

speech bubble representing person 2 talkingJesus wurde genauso wie wir in jeder Hinsicht versucht. Wenn Jesus also laute Geräusche hörte, Leute Forderungen stellten, über Ihn logen, Ihn beschuldigten und verleumdeten und lauter solche Dinge, dann konnte Er diese Versuchung spüren – den Antrieb, die vibrierende Energie. Er konnte das spüren und wusste, dass, wenn Er auch nur ein bisschen nachgeben würde, aus drei fünf würden, aus fünf sieben, und dann würde Er reagieren. Er war sehr wohl in der Lage zu reagieren, als sie Ihn mit Peitschen schlugen, verspotteten, anspuckten und sagten: „Wenn du wirklich der Sohn Gottes bist, dann komm von selbst runter.” All das hätte Ihn quälen können. Und in der Wüste: „Verwandle diesen Stein in Brot, wenn du so hungrig bist. Du nennst dich Gott.“ All diese Verspottung und so weiter, das hat Ihn nicht unberührt gelassen. Aber Er konnte sagen: „Der Fürst dieser Welt ist gekommen, und er hat nichts an Mir. Das heißt: „Ich spüre den Druck von außen, aber ich lasse ihn nicht in mich hinein. Das werde ich nicht zulassen. Wenn ich spüre, wie der Motor aufheult, brauch ich nicht darüber diskutieren. Ich brauche keine Antworten darauf zu finden. Was ich aber doch tun muss, ist, den Motor abzuschalten. Ich muss den Motor runterdrängen, solange er noch beherrschbar ist. Denn wenn ich ihn laufen lasse, dreht er durch.

Medikamente beeinflussen diese Dinge natürlich, und die DNA beeinflusst sie auch, aber in der Regel spürt man diesen Motor, wenn er auf eins oder zwei steht. Dann braucht man es nicht einmal zu „identifizieren“, man brauch nicht darüber zu diskutieren, man muss es nicht entschuldigen, man muss dem Motor keine Schuld geben – man braucht all die Worte, die damit verbunden sind, nicht. Denn wenn man spürt, wie sich dieses Gefühl aufbaut, und man versucht, es zu analysieren: „Ja, ich fühle mich so, weil ...“, dann kippt man sozusagen Benzin ins Feuer.

speech bubble representing person 1 talkingIch hab normalerweise nicht das Gefühl, dass ich wirklich viele Gedanken im Zusammenhang damit hab.

speech bubble representing person 2 talkingNein, nicht am Anfang. Aber wenn dein Kind etwas Lautes tut und du denkst: „Das ist schon heftig, Kumpel“, dann könntest du meiner Meinung nach diesen Gedanken noch ein bisschen mehr zurücknehmen, weil du ihn sonst aufstauen lässt. Du hast gerade beschrieben, wie sich das in dir ansammelt, oder? Aber du kannst wieder auf Null zurückgehen, wenn du willst. Du brauchst das nicht aufstauen. Du musst nicht zulassen, dass aus Stufe Eins Stufe drei und dann Stufe fünf wird.

Ich weiß, dass dein kleiner Kerl dich auf die Palme bringen kann, da bin ich mir sicher. Alle Kinder testen, mit einem „Ich werde deine Stimmungen nachahmen“. Wenn du das nährst, indem du nachgibst, dann hilft ihm das nicht.

speech bubble representing person 1 talkingUnd das Nachgeben ist dann – naja, wenn ich bei neun bin und auf ihn reagiere.

speech bubble representing person 2 talkingDu kommst nicht bis zur Neun, wenn du dich nicht bis zur Neun gehen lässt.

speech bubble representing person 1 talkingIch weiß. Ich glaube, der Durchbruch kam, als ich einfach meine Augen geschlossen und mich still verhalten habe. Denn in dem Moment, in dem ich auch nur versuche, meinen Mund zu öffnen, um mit Gott zu sprechen oder sogar in meinem Herzen mit ihm zu sprechen, ist das wie ein weiterer akustischer Reiz. Dann habe ich drei akustische Reize. Das ist sehr schwierig.

speech bubble representing person 2 talking„Sei still und wisse, dass ich Gott bin.“ Schhh. Manchmal sage ich einfach ‚Schhh, schhh, schhh, schhh‘, um jemanden daran zu erinnern, dass es später sehr schwer wird, aufzuhören, wenn man erst einmal in Fahrt gekommen ist. Man muss es einfach abschalten und die Impulse nicht ansammeln lassen. Stoppen und ausschalten. Einfach still an Gottes Füßen sitzen und den Mund halten. Aber das zugrunde liegende Prinzip ist dasselbe: Wenn man diesen Motor einmal von eins auf drei auf fünf laufen lässt, wird es sehr schwer, ihn wieder abzuschalten.

speech bubble representing person 1 talkingDas ist der grüne Himmel, von dem wir gesprochen hatten. Man erkennt ihn, bevor er sich zu einem Tornado entwickelt.

speech bubble representing person 2 talkingGenau das ist der Punkt. Man muss die Weisheit und die Ruhe haben, um auf Stufe eins oder zwei zu bleiben. Man darf es nicht auf Stufe drei kommen lassen, denn wenn es zur Stufe drei kommt, geht es weiter zur Stufe fünf. Und sag nicht: „Mein Gehirn zwingt mich dazu, ___.“ Sag das nicht. Dein Verstand zwingt dich zu nichts. Dein Fleisch redet da, nicht dein Verstand. Dein Verstand zwingt dich zu nichts. Es ist das, was dein Fleisch will und nicht bekommt. Das sagte Jakobus: „Ihr wollt es . . . ihr könnt es nicht haben, also geratet ihr in Panik.“ Jakobus hat nicht gesagt: „Oder vielleicht braucht ihr einfach nur etwas Schokolade.“ Das steht nicht im Jakobusbrief. Ich hab nichts gegen Schokolade. Ich hab nichts gegen Schokolade in irgendeiner Form. Aber ich will nur sagen, dass Jesus immer das Fleisch als Erklärung heranzieht. Du bekommst nicht, was du willst. Du stehst unter Druck. Du wirst gefordert. Es werden Anforderungen an dich gestellt, und dein Fleisch will diese Anforderungen nicht erfüllen. Behalte das also im Hinterkopf, wenn die Erklärung „Mein Gehirn zwingt mich dazu“ auftaucht. Auf keinen Fall.

Dein Gehirn kann dir bestimmte Versuchungen, bestimmte Ticks oder Stresslevels geben, die schneller auftreten als bei anderen Menschen. Vielleicht beeinflussen Geräusche dich mehr als andere Menschen. Das ist völlig in Ordnung, so funktioniert das Gehirn nun mal. Aber wenn es von eins auf drei auf fünf geht, ist das nicht „dein Gehirn“, das das tut. Das Gehirn ist der Ort der Versuchung und das Ziel der Versuchung, aber dein Fleisch ist das was dich dazu bringt, die Situation eskalieren zu lassen. Du kannst das also tatsächlich wegschieben, still sein und wissen, dass Er Gott ist.

Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen. Vertrauen ist ein sehr wichtiges Wort in diesem Gespräch. Denn wenn du dich ganz in dich selbst zurückziehst und deine Welt nur noch aus Lärm und kleinen Menschen und Anforderungen und Enttäuschungen und solchen Dingen besteht ... und wenn du kein Vertrauen hast, versuchst du immer noch, Brände mit einem großen Feuerwehrschlauch zu löschen, dann wirst du nicht mithalten können. Du wirst in deinem eigenen Feuerwehrschlauch ertrinken.

Aber wenn du vertraust, nimmst du Abstand davon. Nicht auf eine feige Art und Weise, sondern indem du dich Gott zuwendest. Und das ist vielleicht nicht unbedingt „beten“, sondern eher „Sei still und wisse, dass ich Gott bin“. Worin besteht da das Beten? Ich weiß, dass Er Gott ist. Es ist nicht mein Problem. Er ist größer als meine Probleme. Und wo ist das Beten? Ich höre kein Beten. Ich höre Vertrauen und Stille.

speech bubble representing person 1 talkingEs ist eine Einladung – diese Atmosphären-Sache. Es geht darum, in die Realität einzutreten, in der Er ist, sich dort hinein zu begeben.

speech bubble representing person 2 talkingAtme einfach tief durch und wisse, dass Er Gott ist. Jetzt bin ich von drei zurück auf eins. Es ist immer noch nicht einfach. Ich habe immer noch Dinge, die ich lösen muss. Mein Kind schreit immer noch, was auch immer. Aber wenn sein Schreien dich von eins auf drei bringt und du es an diesem Punkt nicht zurückdrängst, dann wird aus dem „Nein“, das er zu dir sagt, eine Fünf, weil es sich anhäuft.

Wenn du den Unterschied zwischen eins und drei und drei und fünf verstehst, dann hast du die Kontrolle darüber. Du bist kein Opfer. Wenn du das weißt, wirst du es viel öfter anwenden. Wenn ich weiß, dass es meine Verantwortung ist, es auf der ersten und zweiten Stufe zu halten, und dass ich das kann, dann werde ich es tun. Aber wenn ich mich als Opfer sehe, wird aus drei eine fünf, und aus fünf wird eine sieben, und dann behauptest du, es sei „nicht deine Schuld“, wenn du bei neun reagierst.

Wenn ich das alles weiß, werde ich es nutzen, denn es ist weder mir noch Gott noch irgendjemandem hilfreich, die Kontrolle zu verlieren. Richtig?

speech bubble representing person 1 talkingManchmal merke ich, was die Spannung von fünf auf sieben oder von sieben auf neun steigen lässt. Ich habe dann gesagt: „Ich weiß, was ich getan habe. Ich weiß, was passiert ist. Ich weiß, welcher Keim in mir war.“ Ich hatte einen Keim von Vergleichen in mir, und dann explodierte ich mit einem „Ich kann mit dieser Situation nicht umgehen“. Dieser Vergleich war Gift. So wurde mir klar, dass ich in diesem Moment zusammengebrochen bin und auf eine andere Stufe geraten bin.

speech bubble representing person 2 talkingDas ist zwischen dir und Jesus. Ist dein Charakter da wie der von Jesus? Würde Jesus das sagen, tun oder denken, so wie du dich gerade verhältst? Was geht das dann andere an? Sie würden das Gleiche hören, wenn es um sie geht. Jeder hat seine eigenen Probleme, aber das geht dich nichts an. Wer bist du, dass du über jemand anderen urteilst? Halt dich raus. Kümmere dich um dich selbst. Bist du in dieser Situation wie Jesus, mit dieser Einstellung und diesem Verhalten? Nein, das ist im Moment dein einziges Problem. Das hat nichts mit einem anderen Menschen zu tun. Halt dich zurück, halt den Mund. Schnabel zu.

speech bubble representing person 1 talkingEs ist wie eine Eskalationsskala. Es ist als ob, „Das war’s; da hätte es nicht bis fünf kommen dürfen. Es hätte bei drei bleiben können.“

speech bubble representing person 2 talkingSobald es fünf erreicht, verlierst du die Kontrolle. Es ist nicht mehr deine Entscheidung. Es ist sehr schwer, es von fünf auf eins zurückzuschieben, aber es ist nicht schwer, es von drei auf eins zurückzuschieben.

speech bubble representing person 1 talkingDanke. Ich bin noch nicht am Ziel, aber ich werde es schaffen. Egal wie lange es dauert, ich werde nicht aufgeben.

speech bubble representing person 3 talking Würdest du nicht sagen, dass das irgendwie der Schlüssel ist: dass du deinen Maßstab nie niedriger legst? Ja. Du hast versagt. Sei traurig darüber, aber sei dir jedes Mal darüber im Klaren, bis du anders bist.

speech bubble representing person 2 talkingJa. Das einzig akzeptable Ziel und Ergebnis ist, dass wir so werden wie Jesus, dass wir seinen Charakter haben und dass wir seiner Familienähnlichkeit entsprechen. Das ist die einzige Bilanz, die wir jemals akzeptieren werden. Also werden wir jede Diskrepanz zwischen A und B überbrücken. Wir werden den heutigen Tag damit verbringen, diese Lücke zu schließen. Und wir werden auch anderen Menschen helfen, dorthin zu gelangen. Auch die Kinder werden dorthin gelangen.

Um es noch einmal in einigen wichtigen Punkten zusammenzufassen...

Das vollkommene Maß der Statur Christi ist das Wichtigste, was bedeutet, dass du nicht zulassen darfst, dass deine eskalierenden Zahlen diejenigen um dich herum beeinflussen. Andere, vor allem deine Kinder, werden deine Stimmung annehmen und ihre eigene rechtfertigen. Du hilfst ihnen nicht, indem du dich ihrer Intensität anpasst oder sogar übertriffst. Das hilft ihnen nicht. Jesus würde das nicht tun. Das ist alles, was du wissen musst. „Jesus würde das nicht tun. Also werde ich es auch nicht tun.“

Es ist echt schwer, aus einer Fünf eine Eins zu machen. Also lass es gar nicht erst so weit kommen. Verwandle eine Drei in eine Eins. Entspann dich, bevor du auch nur in die Nähe einer Fünf kommst. Auch wenn du nicht weißt, „warum“ – vielleicht ist es ein Geräusch, vielleicht ist es ein Wutanfall eines Kindes, vielleicht ist es etwas Gesundheitliches, vielleicht ist es etwas, das du willst und nicht bekommst, wie Jakobus sagte – aber was auch immer die Ursache ist, du kannst es spüren, wenn der Motor anspringt. Du weißt, wenn du anfängst, dieses bestimmte Gefühl zu empfinden, dass dann nichts Gutes dabei herauskommen kann.

Sei still und wisse, dass Er Gott ist. Atme tief durch. Lass eine Eins nicht zu einer Drei werden. Es geht ziemlich schnell bis zur Fünf. Und dann ist es sehr schwer, alles wieder zurückzuholen, bis es explodiert. Halte also alles auf der ersten Stufe. Wenn es anfängt, diese Stufe zu überschreiten, egal was sonst noch los ist, verstehe einfach, dass es nicht in diese Richtung weitergehen muss. Du kannst dieselbe Matrix-Erfahrung, die du beschrieben hast, nutzen und daraus lernen, wie du Gottes Denken, Kraft und Weisheit gebrauchen kannst, um dies zur Norm statt zur Ausnahme zu machen. Noch einmal: Das kann die Norm sein, statt die Ausnahme.

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