Wo ist die Oase?!

9/10/2017

2017. Was für ein Jahr es schon gewesen ist...

Mit all den politischen und sozialen Unruhen, mit all dem menschlichen Leiden von Naturkatastrophen oder sinnloser Gewalt, mit der Gefahr eines Atomkrieges, der immer näher heranzukommen scheint.... haben wir alle die Bitte von Freunden, Kollegen, Familie, Nachbarn und den Medien gehört, um „gute Menschen zu sein, weil die Welt mehr von ihnen braucht“. Frieden, Einheit, Liebe, Freundlichkeit ... Wir fühlen alle ihren Mangel. Wir alle wollen mehr davon.

Aber wenn wir ehrlich sind, denke ich nicht, dass es zu schwer ist um zuzugeben: Die Welt ist kaputt. Menschliche Herzen sind dunkel.

Dies ist nicht nur eine pessimistische Ansicht, dass Dinge schlecht sind und sich nicht bessern können. Dies stellt einfach fest, dass das Beste, was wir Menschen in unserem Streben nach Liebe und Einheit tun können ist, um diejenigen zu lieben, die uns etwas zurückgeben können.

Wir sehen es überall, in allen Bereichen des Lebens und sozialen Schichten.

Mütter warten darauf, mit anderen Müttern Termine zu machen, nicht weil sie sich so sehr um die Kinder kümmern, sondern weil ihre eigenen Nachkommen die Möglichkeit haben, mit anderen Kindern zu kommunizieren, mit anderen Spielsachen zu spielen als zu Hause. Und die Mütter können „aus dem Haus raus“, Geschichten und Ratschläge austauschen, und jeder bekommt seine Chance was zu sagen.

Freunde nehmen am Grillen Teil, wegen sozialer Interaktion und gutem Essen.

Bei der seltenen Gelegenheit, dass ein Nachbar bei einer Hausreparatur oder Hofarbeit hilft, ist es, um „einen Gefallen zurückzuzahlen“. Die meisten „wohltätigen Spenden“ werden zur Anerkennung gemacht, „ein auf die Schultern Klopfen“.

Freunde und Familienmitglieder tauschen Geschenke aus, basiert darauf, wer ihnen im vergangenen Jahr ein Geschenk gab oder wer ihnen vermutlicher Weise in diesem Jahr ein Geschenk geben wird.

Meist leben wir absichtlich von einer getrennt, und begehren unseren persönlichen Raum und Familie oder Fernseh-Zeit. „Ich würde Sie gerne zum Kaffee treffen, aber nicht während meiner Lieblingsshow.“

Den meisten reicht es, über den Parkplatz oder vom „Sicherheitsabstand“ ihrer Einfahrt zu winken.

Es scheint, dass jede „Tat der Güte“ oder jedes „Zusammenkommen“ mit einem egoistischen Motiv gefärbt ist – „Ich bekomme ETWAS hiervon.“ Der begrenzende Faktor, unsere Obergrenze, um wirklich das zu erreichen, wonach wir uns sehnen (Liebe, Frieden, Gemeinschaft), ist unsere eigene Selbstsucht.

Ich habe jedoch etwas ganz anderes gesehen. Ich habe an einem Ort gelebt, wo diese Obergrenze nicht existiert. Ich habe einen Ort erlebt, an dem die „Norm“ nicht mit eigennützigen Motiven befleckt ist, sondern mit einem Alltag und einer Kultur, die von einer Liebe geprägt sind, die selbstlos und rein ist. Eine Art Liebe, die ich nur als vom Himmel beschreiben kann, eine Gottes-Liebe.

In den Jahren, in denen ich Teil einer Kirche (biblisch definiert) war, erlebte ich diese Art von Liebe jeden Tag von Hunderten von Menschen.

Beziehungen wurden nicht um einen „beiden Seiten vorteilhaften Austausch“ gebaut. Vielmehr wählten Menschen täglich, als Lebensart (nicht wegen einem Datum auf dem Kalender), um ruhig ihren Freunden und Nachbarn ihre „ich-Zeit,“ ihr „Urlaubs Geld“, ihren Schlaf, ihre Hobbys wegzugeben, um zu helfen. Um in den einfachen und schwierigen Details des Lebens zu sein.

Ich weiß, es ist schwer vorstellbar. Für mich ist es noch schwieriger, solch eine Einheit und Liebe zu beschreiben, die auf diesem Planeten so selten ist, eine Einheit und Liebe, die nur vom Himmel kommen kann. Aber ich weiß, was ich erlebt habe.

Eine solche Liebe kann nur Wurzeln schlagen und sich durch Leben ausdrücken, die aufgegeben haben um zu versuchen ihr Leben zu erhalten, das man am Ende sowieso nicht behalten kann. Menschen, die losgelassen haben, haben aufgehört zu versuchen, die Kontrolle zu behalten.

Gott selbst ist Liebe. Wenn wir wirklich wollen, was wir sagen wir wollen - die Liebe, den Frieden und die Gemeinschaft (die diese Welt dringend braucht), um diese zu erleben und auszudrücken - sollten wir mit einem neuen Blick auf den Menschen schauen, der selbst Liebe ist, und alles zu Herzen nehmen, was Er zu sagen hat.

Die Kirche ist in der Tat, wo der Himmel die Erde berührt. Es sind nicht nur „Luftschlösser“. Es gibt wahre Leuchter, die nicht nur den Namen Jesu tragen, sondern TATSÄCHLICH Seine Kraft und Liebe ausdrücken. Ein Ort, der nicht von den Mauern und der Obergrenze und den Gesetzen der gefallenen Menschheit begrenzt ist.

Ein Freund von mir hat die Liebe einmal definiert als „es ist egal, was mit mir passiert“. Das ist die Art von Liebe, die ich ausleben will. Bedingungslos, kein Sicherheitsnetz .... Die Art von Liebe, die unseren kostbarsten Ressourcen an Zeit, Geld, Energie, Hobbys, Trost um der anderen willen verwehrt, ohne daran zu denken, „was ist da für mich drin?“

Das ist die Art von Liebe, nach der ich denke wir alle streben – nicht mehr vom Status Quo.

Wie eine Oase in einer sterbenden Welt bezeugt die Kirche Jesu die Tatsache, dass Jesus heute unsere Antwort und Hoffnung ist, wie Er es schon immer war.

jesulebenzusammen.com
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