Gerechtfertigt im Gegensatz zu Geheiligt

Wo man das Leben Gottes erhalten hat, gibt es frische Leidenschaft für Gott, die die Leidenschaft für irgendjemanden oder irgendetwas anderem überschreitet. Und wo eine Leidenschaft zu jemanden oder etwas anderem als der Person des Herrn Jesu Christi bleibt oder zum Ausdruck kommt, können wir in Zweifel ziehen, ob diese Person sich tatsächlich umgekehrt hat, oder ob sie nur eine bloße Glaubensaussage gemacht hat.

26/4/1996

Es ist wichtig, eure Aufmerksamkeit auf die Unterscheidung zwischen Rechtfertigung und Heiligung zu bringen, um jeglichen Missverstand zu vermeiden. Es gibt mir auch die Gelegenheit, euch an die Lehre von der Rechtfertigung zu erinnern und sie zu unterstreichen und zu betonen. Und ich habe mir vorgenommen, mich dazu verpflichtet, euch so oft ich es kann an die Lehre von der Gnade zu erinnern.

Wir müssen zwischen der Lehre der Rechtfertigung und der Lehre der Heiligung unterscheiden, ohne sie voneinander zu trennen. Die Heiligung ist der Beweis unserer Rechtfertigung. Sie ist das Ziel unserer Rechtfertigung, aber sie ist nie die Grundlage unserer Rechtfertigung. Die Rechtfertigung, wie wir es im ersten Lied sangen, ist eine rechtliche Erklärung. Wir wurden vom Vater gerecht erklärt. Der Vater hat deklariert, dass wir wegen der Person und fertigem Werk Jesu Christi gerecht sind. Bei der Rechtfertigung geht es darum, für gerecht erklärt zu werden. Bei der Heiligung geht es darum gerecht GEMACHT zu werden. Da ist ein Unterschied. Die Rechtfertigung ist bei der Wiedergeburt sofortig und vollständig. Die Heiligung ist schrittweise. Heiligung ist ein Prozess. Heiligung setzt sich während unserer Lebenszeit fort. Die Rechtfertigung erfolgt nicht schrittweise. Die Rechtfertigung geschieht nicht nach und nach. Du wirst nie mehr gerechtfertigt sein, als in diesem Moment, weil die Rechtfertigung eine Handlung Gottes ist, kein progressives Werk Gottes. Gott hat uns gerecht erklärt, als wir regeneriert wurden, auf Grund der Person Jesu Christi, und seinem fertigen Werk. Wir fügen nichts hinzu, wir können auch nichts hinzufügen.It is the height of arrogance to assume we can add to that accomplishment. Es ist der Gipfel der Arroganz, anzunehmen, dass wir etwas der Leistung Christi hinzufügen können.

Was wir tun können ist, das Werk anzunehmen und uns über diese Leistung zu freuen. Wir sind gerecht erklärt worden durch die Gnade Gottes dem fertigen Werk Jesu Christi. Das geht nicht schrittweise. Es ist kein Prozess. Das geschieht nicht nach und nach. Bei der Regeneration ist sie sofortig und vollständig. Die Rechtfertigung ist von der Heiligung zu unterscheiden, ohne sie von der Heiligung zu trennen oder scheiden, aus diesem Grund: Der Beweis, dass man gerechtfertigt ist, ist dass man der Heiligung nachgeht. Das Ziel der Rechtfertigung ist die Heiligung. In Bezug auf die Trennung zwischen Rechtfertigung und Heiligung gibt es in unserem Land einen sehr ernsten Fehler, der sehr beliebt und weit verbreitet ist. Diesen Fehler müssen wir vermeiden.

Ich habe diesem viel Zeit gewidmet. Wir haben uns mit dem ganzen Jakobusbrief befasst, und haben entdeckt, dass Jakobus einen bestimmten Fehler angriffen und exponiert hat—den Irrtum der Lizenz, der Genehmigung zur Sünde. Paulus konfrontiert in erster Linie, den Fehler der Gesetzlichkeit. Beide Fehler gibt es heute noch…Paulus verurteilt die Idee der Erlösung mittels toten Werken. Jakobus lehnt die Erlösung durch einen toten Glauben ab…Das wirst du nicht verstehen, wenn du Heiligung und Rechtfertigung scheidest. Paulus adressiert die Werke vor der Wiedergeburt. Jakobus adressiert die Werke nach der Wiedergeburt. Paulus lehrt, dass die Werke des Gesetzes uns nicht retten können. Jakobus lehrt, dass ein toter Glaube, bloße Konfession, uns nicht retten kann. Paulus bestreitet die Angemessenheit der Werke vor der Konversion. Jakobus besteht auf die Notwendigkeit der Werke nach der Wiedergeburt, oder progressive Heiligung. Paulus lehrt, dass niemand die Rechtfertigung durch Werke erreichen kann. Jakobus lehrt, dass niemand seine Rechtfertigung beweisen kann ohne Werke. Paulus erklärt die Art und Weise der Rechtfertigung. Jakobus erklärt den Lebensstil der Gerechtfertigten, die eine progressive Heiligung beinhaltet. Paulus schreibt in erster Linie, nicht ausschließlich, aber in erster Linie davon, gerecht erklärt zu werden und Jakobus schreibt in erster Linie, aber nicht ausschließlich, wie die Gerechtigkeit beweisen wird.

Wenn man den Jakobusbrief liest, Jakobus konfrontiert den Irrtum einer Person, die nur vorgibt gerechtfertigt zu sein. Diese Konfession/Bekenntnis ist aber nicht echt, weil es keinen Beweis gibt für eine fortschreitende Heiligung, tatsächliche Veränderung, Wachstum und Reife. Jakobus befasst sich mit dem Fehler: wie der Glaube nachgewiesen wird und sich in seinem Leben bestätigt. Sein Anliegen ist mit denen, die eine falsche Versicherung erhalten haben, auf der Grundlage einer bloßen Konfession. Und das könnte nicht mehr bedeutsam sein für unser Land heute, Brüder und Schwestern…

Die bloße Aussage des Glaubens allein genügt nicht: Wenn man wirklich regeneriert worden ist, wo man wirklich gerechtfertigt worden ist, WIRD es im einzelnen Leben Beweise geben für das Leben und die Kraft Gottes, ausgedrückt durch eine schrittweisige Änderung. Und wo es diese Beweise nicht gibt, müssen wir uns fragen, ob es eine echte Bekehrung gab. Eine äußerst relevante Botschaft. Die Reformatoren sagten es wie folgt: Die Rechtfertigung ist durch den Glauben allein, aber nicht durch einen Glauben, der allein ist. Die Rechtfertigung kommt also durch Christus allein auf Grund Seiner Gerechtigkeit allein, nicht meiner. Aber echter Glaube, auch ein Geschenk der Gnade, wird sich in Änderung und Gehorsam offenbaren. Seht, wo wir Gnade empfangen haben, wirkt die Gnade das Streben nach Frömmigkeit und guten Werken für die Herrlichkeit Gottes. Dieser Nachweis bestätigt, dass es eine echte Rechtfertigung und Regeneration gab. Sie wird nie zur Grundlage unserer Rechtfertigung. Wir machen nie einen Beitrag zur Grundlage unserer Rechtfertigung, außer, wie Martin Luther sagte, „unsere eigene Sünde. Das ist der einzige Beitrag, den wir zu unserer Rechtfertigung machen.

Aber wo ist man gerechtfertigt worden ist, wird es beweis von Änderung geben. Und wenn dieser Nachweis nicht existiert, dann ist der angebliche Glaube möglicherweise nicht echt. Der Grund warum dies ein Anliegen ist, ist nicht einfach nur wegen dem folgenden Zitat, aber es ist ein vorrangiges Anliegen, und zwar für Eltern, bei unserer Kindererziehung. Jerry Bridges schreibt in seinem schönen Buch – Aus Gnade Diszipliniert– dass viele unter uns Freunde und Verwandte haben, die sich dazu bekennen, Christ zu sein, in deren Leben es aber scheint, dass es keine Beweise für die Disziplin der Gnade gibt. Die meisten von uns können dies wahrscheinlich verstehen, denn an einem bestimmten Zeitpunkt im Leben hat man jemanden begegnet, der sich dazu bekennt Christ zu sein, aber es gibt keine Beweise, es gibt nichts, dass ihn dann von dem durchschnittlichen Nichtchristen—der ein Leben in Rebellion gegen Gott lebt—unterscheidet. „Oft,“ schreibt Bridges „klammern wir uns an eine zerbrechliche Hoffnung, dass diese Personen Gläubige sind, weil sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Glaubensbekenntnis gemacht hatten, trotz dem Mangel jeglicher Beweise der Tätigkeit des Geistes in ihrem Leben.“ „Es scheint,“ schreibt Bridges, „dass Eltern besonders anfällig sind für diese Form der Verleugnung in Bezug auf ihre Kinder, die keine Hinweise auf ein echtes Werk der Gnade zeigen.“ Wir wollen nicht, dass die Eltern dieser Versuchung erliegen. Wir dienen unseren Kindern sonst nicht. Und wir wollen auch als Erwachsene dieser Versuchung nicht nachgeben.

Dies ist ein schwieriges Thema. Es ist sehr schwierig, bei Zeiten, die Aufmerksamkeit einer Person auf dieses Anliegen zu bringen, zwar in weiser Art und mit viel Wohlwollen, aber doch muss es auf ihre Aufmerksamkeit gebracht werden. Nun kann ich euch keine Illustrationen geben, weil es einfach nicht angebracht wäre, aber ich kann sagen—in den letzten zweiundzwanzig Jahren meines Lebens habe ich verschiedene Begegnungen mit Menschen gehabt, die angenommen hatten, dass sie wegen ihrer Glaubensaussage umgewandelt worden sind. Ich musste diese Menschen konfrontieren und es war schwierig aber notwendig es zu tun. Ich befragte die Echtheit ihrer Glaubensaussage und ich wollte nicht, dass sie sich auf eine falsche Zuversicht verlassen, weil ich in ihrem Leben kein einheitliches Muster des Wachstums und der Veränderung gesehen hatte.

Jeder der wirklich regeneriert und gerechtfertigt wurde, muss im Guten der Glaubenssicherheit leben…Ich möchte, dass jeder, der wirklich regeneriert und gerechtfertigt worden ist, eine echte Gewissheit vor Gott hat. Aber ich möchte nicht, dass irgendjemand irregeführt wird durch eine falsche Versicherung, wenn er oder sie nur ein bloßes Glaubensbekenntnis hat, nichts mehr als eine bloße Teilnahme an Sonntagen—oder sogar im Kontext einer „Fürsorgegruppe“, aber keine Hinweise auf eine Veränderung—keine Belege für das Leben Gottes. Und wo das stattfindet, gibt es die völlig unbiblische Irrlehre, dass man irgendwie die Heiligung von der Rechtfertigung trennen kann, so dass die Heiligung fakultativ wird. Und dies könnte nicht mehr ernst, weil Jakobus sagt: „Kann ein solcher Glaube einen Menschen retten? Nein! Es geht um falsche Lehren mit ewigen Folgen.Though these doctrines should be distinguished, they should never be separated. Obwohl diese Lehren zu unterscheiden sind, sollten sie niemals getrennt werden. Wir sind einer Person nicht zum Nutzen, wenn wir es ihr anhand einer bloßen Glaubensaussage ermöglichen, echte Heilsgewissheit anzunehmen, wenn es keine Beweise der neuen Geburt in ihrem Leben gibt. Das Nachgehen der fortschreitenden Heiligung sieht man.

Leute, wo jemand wiedergeboren wurde gibt es Änderung…es gibt da Änderung. _____ schreibt in seinem Kommentar—rettender Glaube hat ein unverwechselbares Leben zur Folge. Kein perfektes Leben, sondern ein unverwechselbares Leben. Deswegen ist die Heiligung progressiv. Hört euch dies an—etwas so potentes wie die neue Geburt (und die neue Geburt ist potent, es gibt nichts was mehr potent ist), wenn sie stattgefunden hat, kann nicht verborgen bleiben. Man kann ihre Anwesenheit nicht verfehlen. Um das Leben Gottes in uns zu haben und unverändert zu bleiben ist undenkbar…es ist es wirklich! Um auszusagen dass man das Leben Gottes in sich hat und unverändert und unberührt von diesem Leben zu bleiben, ist undenkbar. Das ist unannehmbar. Das ist unbiblisch.

Wo man das Leben Gottes erhalten hat, gibt es frische Leidenschaft für Gott, die die Leidenschaft für irgendjemanden oder irgendetwas anderem überschreitet. Und wo eine Leidenschaft zu jemanden oder etwas anderem als der Person des Herrn Jesu Christi bleibt oder zum Ausdruck kommt, können wir in Zweifel ziehen, ob diese Person sich tatsächlich umgekehrt hat, oder ob sie nur eine bloße Glaubensaussage gemacht hat. Es geht auch um Charakter-Entwicklung. Es beinhaltet, sich Lehren anzuhören. Es handelt sich um dienen im Leben der Gemeinde.

(CJM)

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