Dietrich Bonhoeffer zum Thema „ Der Götzendienst ‚geistlicher‘ Beziehungen“

Eine Fälschung des CHRISTUS-Zentriertem Gemeinsamen LEBEN

18/4/2011

„Viele Menschen suchen Beziehungen, weil sie Angst haben vor der Einsamkeit [oder sie wollen Hilfe mit der Kinderbetreuung, mit der Erziehung der Kinder, geschäftliche Kontakte, ein finanzielles Sicherheitsnetz, Kontrolle, Teilnahme, Suche nach einem Ehepartner oder Spielkameraden; sie rennen weg von Verletzungen oder „schlechten Erfahrungen“, ironischer Weise oft aus ihrem eigenen Tun, sie wollen Spaß oder Erholung oder Begleiter oder „Freunde“ oder Aufregung, oder andere ähnliche Eigenleben-Impulse und Motivationen – sie wollen kein Kreuz]. Weil sie es nicht länger ertragen können, allein zu sein, sind solche Menschen angetrieben, um die Gesellschaft anderer zu suchen. Auch Christen, die es nicht auf eigene Faust schaffen, und die in ihrem eigenen Leben einige schlechte Erfahrungen gemacht habe, hoffen, dass ihnen in der Gesellschaft von anderen Menschen hiermit geholfen wird. Sehr oft sind sie enttäuscht. Dann beschuldigen sie andere Gläubige für das, was wirklich ihre eigene Schuld ist.

„Die Kirche ist kein geistiges Sanatorium. Diejenigen, die Zuflucht in Beziehungen suchen, zugleich aber vor sich selbst auf der Flucht sind, missbrauchen andere in leerem Gerede und Ablenkungen, egal wie geistlich dieses Gerede und diese Ablenkungen scheinen mögen. In Wirklichkeit suchen sie überhaupt nicht Jesus, sondern nur ein Nervenkitzeln, das es ihnen erlaubt, ihre Isolierung für kurze Zeit zu vergessen. Es ist genau ein solcher Missbrauch von Beziehungen, die die tödliche Isolierung von Menschen zeugt. Solche Versuche zur Heilung führen zur Aushöhlung des Sprechens und aller echten Erlebnisse und schließlich zur Resignation und geistigem Tod.“ (Dietrich Bonhoeffer)

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