Jesus ist der Einzige Chef

1/9/1996

Mulowe, Afrika 1996

Was Macht einen Leiter?

Es gibt zwei Arten von Leiter. Die eine Art ist es von Herzen, aus einer aktuellen Beziehung mit Jesus. Die andere Art ist eine Position, in der man vielleicht einen Titel hat und möglicherweise die offizielle „Hauptperson“, der offizielle Chef, ist. Jesus sagt, dass es einen Leiter in einer Position nicht geben soll. Es gibt eine „Samuel-“ und eine „Saulart“ der Leitung. Samuel hatte viele Eigenschaften eines Königs. Saul nannte man König. In gewisser Weise sehen die Leitungspositionen gleich aus. Samuel lebte und reagierte aber aus einer Beziehung zu Gott, Saul anhand seiner Position/seinem Posten.1 Die Leiter der Gemeinde in der Stadt in der ich lebe sind die, die HEUTE am nahsten mit Gott gehen. Wenn ein Bruder oder eine Schwesterheute nicht nahe an Gott lebt, werden sie nicht sehr für einen Leiter gehalten werden. Wenn jemand letzte Woche nicht sehr nah an Gott war, sich aber von Sünde in seinem Leben umgekehrt hat und jetzt Gott besser hören kann, dann ist er jetzt mehr ein Leiter als vor einer Woche. „Leitersein“ kommt von einem Verhältnis mit Gott und Gottes Leuten. Es kommt nicht aus der Tatsache, dass man einen Posten hat. Wir haben also viele Leiter in der Stadt in der ich wohne, wir haben aber keine „Postentragende“. Jemand der in dieser Woche ein Leiter ist, ist es möglicherweise nicht in der nächsten. Jesus hat gesagt, dass alle Autorität im Himmel und auf Erden IHM gehört. Dies ist immer noch war. Also, in dem Maß, in dem wir Jesus, der alle Macht hat, hören können, so viel Autorität hat ein Mann—nur so viel wie er Jesus hören kann. Mehr nicht.

Von Faulheit geboren

Ein grundlegender Charakterzug in uns, Faulheit, führt uns dazu uns im Hintergrund verstecken zu wollen und andere unsere Kämpfe für uns kämpfen lassen will; von daher der Klerus und die Laien. Sehr früh schon in der Kirchengeschichte, im zweiten jahrhundert, 1800 Jahre her, haben Leute angefangen einen König über sich haben zu wollen. Sie wollten einen „Heiligen Mann“ der die Leitung für die Kirche übernehmen würde.

Vielleicht war dieser Mann auch Gott sehr nahe, aber anstatt dass sie alle Priester sein wollten, wollte Gottes Volk einen „Heiligen Mann“ haben ihre Kämpfe für sie zu kämpfen. Sie wollten einen Mann nehmen und ihn zum König der Kirche machen. Und vielleicht war dieser Mann auch ein sehr guter Mann. Das Problem bestand nicht darin, dass dieser Mann eine enge Beziehung zu Gott hatte; es ist für jeden sehr gut ein solches Verhältnis zu Gott zu haben. Vielleicht hatte dieser Mann eine starke und geltende Gabe; wenn er aber als etwas Besonderes abgesondert und „der Chef der Kirche“ genannt wird, dann ist das ein Problem. Das gehört Jesus allein. Jesu ist der einzige Chef irgendeiner waren Kirche. Ein „Pastor“ soll kein Chef sein; es gibt keine Chefs außer Jesus.

Es gibt tatsächlich ein Beispiel in der Bibel dieser zwei sehr verschiedenen Arten von Führern. Samuel und Saul waren beide Führer des Volkes Gottes, Israel. Samuel war ein Mann Gottes, der Einfluss in der Nation hatte, weil er Gott kannte. Samuel hatte viele Eigenschaften eines Königs in Israel - aber Samuel war kein König! Saul wurde jedoch ein König genannt. Israel wollte einen König; sie wollten jemand als König über sie. Sie wollten einen Ersatz für Samuel—Samuel war aber kein König! Samuel hatte einen bestimmten Einfluss im Volk weil er Gott kannte. Das war keine Autoritätsposition. Samuel hatte kein Amt, keine Sekretärin, kein Gehalt. Er war nicht als König Teil des Personals. Samuel war nur ein Mann Gottes der genauso wie ein König respektiert wurde, er hatte aber keinen Posten oder keine Position. Er war kein König. Er war kein „Pastor“. Er liebte Gott von ganzem Herzen, und weil er auf Gott hören konnte, hatte er Einfluss auf Leute. Er hatte keine Position…er hatte Einfluss. Wenn jemand wirklich Gott kennt, wird er Gottes Leuten helfen. Ein wahrer Mann Gottes hat keine Position, er hat Einfluss.

Wenn ich Zimmermann bin, baue ich mit Holz. Ich mache einen Stuhl, einen Tisch oder eine Tür aus Holz. Wenn ich Maurer bin, mache ich Dinge aus Ziegeln. Etwas was ich mit Ziegeln gebaut habe ist der Beweis dafür, dass ich Maurer bin. Etwas was ich aus Holz gebaut habe ist der Beweis dafür, dass ich Zimmermann bin. Wo ist der Beweis dafür dass ich Pastor bin2? Der Beweis besteht darin dass ich Gottes Leute liebe! Ich helfe ihnen. Ich brauche keinen Posten dass zu tun. Ich brauche keinen Titel. Ich brauche nicht der Chef zu sein. Ich liebe einfach die Leute mit der Gabe die ich habe und helfe ihnen. Der Beweis dass ich Zimmermann bin, ist dieser Stuhl den ich gemacht habe. Der Beweis dass ich Pastor/Hirte bin, ist dass ich Gottes Volk jeden Tag nähre. Ich sehe dass einer der Menschen die zu Gott gehören, hungrig ist und es bricht mir mein Herz. Wenn ich sehe, dass eines der Leute Gottes in Schwierigkeiten oder Gefahr ist, dann rennt mein Hirtenherz ihnen nach um sie zu beschützen. Das ist der Beweis dass ich von Gott gesalbt bin ein Hirte zu sein. Ich brauche kein Namensschild. Ich brauche kein Zeugnis an der Wand und ein Diplom von einer Bibelhochschule. Ich brauche ein Herz das liebt und das Gottes Werk tut, und werde daher übernatürliche Frucht in jedem Bereich tragen, in dem Er mir Begabung geschenkt haben könnte.

Bist du ein Zimmermann? Mach Stühle. Hast du die Gabe eines Hirten? Dann liebe Leute, nähre sie, beschütze sie und hilf ihnen. Dies gilt für jede Gabe! Der Beweis für ein Gabe ist in der Frucht, die sie trägt.

Das Gegenteil von all diesem ist natürlich auch richtig. Es ist eine erstaunliche Tatsache, dass Heiden in Wissenschaft, Medizin und Industrie tatsächlich verlangen, dass diejenigen mit Meinungen und Kritiken und selbsternannter „Expertise“ etwas vorzeigen, das in ihrem eigenen Leben Früchte trägt, um zu demonstrieren, dass sie ein Recht auf Pontifikat oder Vortrag oder andere verurteilen haben. In der religiösen Welt gibt es erstaunlicherweise viel weniger Integrität, als selbst Heiden es vorzeigen. In der Religion sind die Menschen jedoch oft viel blinder und voreingenommener. Kritik, Sachkenntnis, Urteile und sogar Beziehungssabotage und Verleumdung fließen leicht von denen mit schrecklichen Früchten in ihrem Leben, ihren Familien und Gemeinden. Völlig erstaunlich, aber wahr, wenn man sorgfältig und ehrlich menschliche Religion beobachtet. Eine Person, die lügt oder verleumdet oder sich wie ein Experte in der Technik, Medizin oder Geschäft verhält, kann tatsächlich eingesperrt werden. Aber in der Religion können sie leicht ein Publikum unter den Ängstlichen oder Naiven sammeln oder unter denjenigen, die erzwungen, erpresst oder geschmeichelt werden können, um sich der unfruchtbaren Maschine und den „Experten“ zu unterwerfen. Seltsam, aber wahr. Es passiert fortlaufend, weil fehlerhafte Imperien so ihre Zahlen behalten. Angst und Schmeichelei, Klatsch, Anspielungen, Verleumdung oder emotionale Erpressung. Kein Wunder, dass Jesus in der angenommenen religiösen Welt seines Tages nicht akzeptiert wurde. Aber wir können von Ihm lernen und der Schrift zustimmen, nach Früchten Ausschau halten, nicht mit Agenden und versteckten Skeletten, Budgets und Egos, die beschützt werden.

Also, ihr versteht mich. :)

„Ihr habt MICH verworfen!“

Dies Gilt für alle Gaben. Menschen haben viel vom Christentum zerstört dadurch dass sie einen König haben wollten. Samuel war kein König; er war ein Mann Gottes. Saul war ein König und er hat Gottes Volk zerstört. Gott sagt, „Sie haben nicht dich verworfen, Samuel; sie haben Gott verworfen.“ Wenn wir Menschen als Chef über uns haben wollen, verwerfen wir Gott. Samuel hatte viel Einfluss, weil er Gott kannte, nicht weil er die Position eines Königs hatte.

Sie sehen fast gleich aus, oder? Jemand von einem anderen Land könnte nach Israel kommen und sagen, “ Ihr habt einen König! Samuel ist euer König!“ Israel würde dann sagen, „Ich weiß, dass er wie ein König aussieht, weil er zutiefst respektiert und geschätzt wird, er ist aber kein König. Wir haben keinen König außer Gott. Samuel kennt Gott einfach sehr gut. Wir respektieren und lieben ihn also.“ Andere Nationen dachten, dass Israel einen König hatte, König Samuel. Er war aber kein König. Er war ein Mann Gottes. Er hatte keine Position. Er ging hierhin, er ging dorthin, er verschwand und kam wieder zurück. Könige tun so was nicht. Männer Gottes tun so was. Israel wollte Samuel ersetzen als er alt wurde. Sie wollten einen König haben wie die anderen Nationen (oder Konfessionen)!

Wenn wir jemand als Chef über uns haben wollen, jemand der unsere Kämpfe für uns kämpfen wird, dann verwerfen wir Gott. 1. Samuel 8:7: „Sie haben nicht dich verworfen, Samuel, sie haben Gott verworfen.“ Wir müssen nicht versuchen Männer über uns zu haben. Wir müssen die Samuels unter uns die Gott kennen lieben, sie respektieren und uns von ihnen ansprechen lassen, zugleich aber keine Position eines Chefs akzeptieren außer Jesus selbst. Wir hören auf die Stimme Jesu in Samuel. Und es steht im 1. Korintherbrief 14, dass wenn dem nächsten „Samuel“ eine Offenbarung zuteil wird, dass der erste „Samuel“ sich hinsetzen soll. Das ist sehr gut.

Die Konsequenzen

Ich möchte dass ihr wisst was passiert wenn ihr einen König über euch habt, wenn ihr einen „Boss“, einen „Geistlichen“ haben wollt.

„Er sprach: Das wird des Königs Recht sein, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er nehmen für seinen Wagen und seine Gespanne, und daß sie vor seinem Wagen her laufen, und zu Hauptleuten über tausend und über fünfzig, und daß sie ihm seinen Acker bearbeiten und seine Ernte einsammeln, und daß sie seine Kriegswaffen machen und was zu seinen Wagen gehört. Eure Töchter aber wird er nehmen, daß sie Salben bereiten, kochen und backen. Eure besten Äcker und Weinberge und Ölgärten wird er nehmen und seinen Großen geben. Dazu von euren Kornfeldern und Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und seinen Kämmerern und Großen geben. Und eure Knechte und Mägde und eure besten Rinder und eure Esel wird er nehmen und in seinen Dienst stellen. Von euren Herden wird er den Zehnten nehmen, und ihr müßt seine Knechte sein. Wenn ihr dann schreien werdet zu der Zeit über euren König, den ihr euch erwählt habt, so wird euch der HERR zu derselben Zeit nicht erhören. Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören, und sie sprachen: Nein, sondern ein König soll über uns sein, daß wir auch seien wie alle Heiden, daß uns unser König richte und vor uns her ausziehe und unsere Kriege führe!“ (1. Samuel 8:11—20)

Wenn wir einen König über uns haben wollen, wenn wir einen offiziellen Chef in der Kirche haben wollen, wird er unsere Vision stehlen, wird er unsere Kinder und unser Geld stehlen, und wird er uns zu Marionetten machen. Diese Dinge sind nicht gut. Sie passieren aber überall in der religiösen Welt. In jedem Land, in dem wir schon waren, wo immer es auch Klerus/Laien gibt, da, wo es zwei Klassen Christen gibt—die Angestellten und die normalen Leute—sind die Herzen der Leute weggeraubt. Die Gaben kommen nicht nach vorne. Die Gabe der Barmherzigkeit und die Gabe der Hilfeleistung sind unterdrückt. Die Gabe des Lehrens und die Gabe der Großzügigkeit… diese Dinge sind unterdrückt. Da wo ein Mann, und nicht Jesus, die Leitung hat, sind die Herzen der Menschen weggestohlen.

Das Volk Gottes gedieh unter Samuel, weil er keine Position hatte, sondern eine Gabe. Es scheint nur ein kleiner Unterschied zu bestehen zwischen Samuel und Saul, weil sie beide Könige zu sein scheinen. Das eine ist aber eine Gabe, das andere eine Position. Wenn es eine Gabe ist, dann gedeiht das Volk Gottes. Wenn es eine Position ist, dann, dem Wort Gottes gemäß, ist Gottes Volk unterdrückt. Gott kann es immer noch zu etwas Gutem benutzen. David war ein guter König. Gutes kann passieren auch wenn das System verkehrt ist. Gott sagt aber, „Ich habe einen besseren Weg. Mein Weg ist Samuel, nicht Saul.“ Er hat gesagt, „Ich kann Gutes bringen, wenn ihr einen König habt; wenn aber die Probleme kommen, werdet ihr schreien und ich werde euch nicht antworten.“ Dies ist in den Konfessionen passiert, weil sie um die Gabe eines Mannes gebaut haben und ihn zum König gemacht haben. Er hätte ein Samuel sein können, sie haben ihn aber zum Saul gemacht. Und er war bereit, sich von ihnen zum König zu machen.

Gutes kann immer noch kommen, aber am Tage des großen Unglücks werden sie zu Gott schreien und Er wird sie nicht hören, und alles wird auseinander fallen. Es wird politische und Machtspiele geben und es wird Klatsch und Verleumdung geben, und all diese Fluche die Gott schon vorher gesagt hatte. Gott kann zwar Gutes tun in irgendeiner Situation, wir wollen aber nur das Beste. Ist das nicht war? Gott kann aus seiner Barmherzigkeit, Seiner Freundlichkeit und Seiner Geduld heraus irgendetwas segnen. Lasst uns aber so bauen, damit wir Seinen vollen Segen bekommen können! Lasst uns lieber viele Samuels unter uns haben als einen Saul. Amen?

Etwas anderes könnte auch noch passieren: Ein Mann der ins Seminar geht um einen religiösen Titel zu bekommen, und, obwohl sein Herz an der richtigen Stelle ist, könnte er wegen dem Titel zwangsweise vortäuschen, dass er jemand ist, der er gar nicht ist. Er könnte viele Probleme in seiner Familie, in seiner Ehe und mit seinen Kindern haben, oder mit seinen Zimmergenossen oder Eltern. Weil er aber einen religiösen Titel hat, werden Leute etwas von ihm erwarten, anstatt dass sie ihn einfach als ein Bruder unter Brüdern sehen. Er wird sich anders benehmen müssen wenn er zu hause ist, anstatt einfach ein Bruder unter Brüdern zu sein. Etwas in uns fällt es schwer das Leben unseres “Chefs“ in Frage zu Stellen. Die Leiter einer Gemeinde sollten also keine Titel, die den Einsatz und die Hilfe für ihr eigenes Leben hindern könnten, anstreben.

1Das Wort “Posten” könnte im Folgenden definiert werden als ein „ ���offizielles’ automatisches Irgendetwas“ in Gottes Volk, sei es in einem Haus oder in einer Institution.Back

2In der Bibel bezieht sich dieses Wort „Pastor“ auf die Gabe eines Hirten, der täglich inmitten Gottes Volk neben anderen Gaben tätig ist���kein Chef oder Redner in einer Versammlung.Back

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