Liebe, der einzige Ort, an dem Gott zu finden ist

26/4/1998

Sonntagabend, am 26. April 1998

„Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir‘s nichts nütze” (1. Korinther 13).

Der Anfang dieser Sache, die wir in Paulus Brief als „Kapitel“ bezeichnen, ist wirklich klar: Liebe zu anderen ist keine zusätzliche Sache neben den anderen wichtigen Werken, wie die Welt für Christus zu erobern, Berge ins Meer zu werfen, Kranken zu heilen und all diese anderen Dinge. Es ist keine zusätzliche Sache. Es ist die Hauptsache und Substanz der Existenz. All dieses „christliche“ Zeug ist völliger Unsinn, völlig nutzlos, von keinerlei Wert ... wenn es nicht aufgrund des Blutes Jesu in inniger Liebe zu anderen verwurzelt ist. Keine „zusätzliche Sache, an der man arbeiten kann“, sondern die Grundlage unserer Existenz, unserer Entscheidungen und unserer Handlungen. Nur so kann der Vater zufrieden sein, und ohne sie werden wir nie die geringste Vorstellung davon haben, wie man „leben kann, wie Jesus lebte“, und „nichts tun, was wir nicht den Vater tun sehen“.

Dies ist so grundlegend wie der Unterschied zwischen dem Essen vom Baum der Erkenntnis vom Guten und Bösen und dem Essen vom Baum des LEBENS! Was IST ein „gutes Werk für Jesus“? Wissen wir das wirklich? Wir können es unmöglich wissen, abgesehen von dem, was wir hier diskutieren. Unser Verstand ist nicht der Ausgangspunkt des Wissens. Wir werden wie Petrus Gott direkt sagen: „Sicher NICHT, Herr!“, wenn wir anhand der Wahrnehmung unseres Bewusstseins leben über was „richtig“ ist, und anhand dem, das wir irgendwo gelesen haben, das Gott sicherlich gefallen müsste. Wir müssen vom Baum des Lebens essen, nicht vom Baum, von dem wir denken, dass wir genug gelernt haben, um jetzt zu „wissen“. Dies ist ein Ort der ständigen Abhängigkeit (eine sehr unpopuläre Idee für den stolzen, religiösen Menschen). Dies ist ein Ort der hingegebenen Liebe. Dies ist der einzige Ort, an dem Gott gefunden werden kann. Das heißt, der WAHRE Gott. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Der Vater des Meisters, Jesus Christus. Gott lehrt oder befiehlt Liebe nicht nur. Gott ist Liebe, und er kann NUR dort gefunden werden. Nicht in den Äußerlichkeiten. Das will Paulus in der Passage sagen, die wir gerade über die Liebe gelesen haben. Lerne, tief zu lieben, von Herzen! Bitte?

Nun sagt jemand in der Praxis (über uns an „Äußerlichkeiten“ messen): „Die Bibel sagt: ‚Größere Werke als diese werdet ihr du tun,‘ richtig? Wenn ich also keine wichtigen und wundersamen Dinge erleben kann, dann habe ich das Recht, frustriert und enttäuscht zu sein und Midlife-Krisen zu erleben.“ Auf keinen Fall. Die Dämonen ordnen sich vielleicht in diesem besonderen Fall nicht in Seinem Namen unter, aufgrund eines nebligen, arroganten Verständnisses der Bedeutung der Schriftstellen. Falscher Baum. Löse mir dies Rätsel: Wie viele Wunder hat Jeremia getan? Was ist mit Jesaja? Sind diese Männer so ungenügend mit Gott, dass die „Äußerlichkeiten“ auf dreiundzwanzig Jahre begrenzt werden könnten, in denen keiner zuhört und man in einen Brunnen zum sterben geworfen wird? Johannes der Täufer hat keine Wunder getan. Haben diese Männer versagt? Kannten sie Gott nicht?

Andere Männer haben „externe“ Wunder getan, oder? Elija tat eine große Menge. Elischa tat einen Haufen. Jesus tat gewiss sehr viele. Paulus, Petrus und Johannes haben ihren Teil dazu beigetragen. Aber es ist keine gegebene Tatsache, dass wenn man keine Wunder vollbringen kann oder wenn man in seinem ganzen Leben nie eins sieht, dass man ein Versager ist. Ich bin für Wunder und war der bescheidene Empfänger von Wundern seiner Gnade in verschiedenen Bereichen (vorneweg die Vergebung der Sünde). Wenn wir jedoch meinen, wir könnten von Gott unser Verständnis und Timing von irgendwelchen Äußerlichkeiten verlangen, wie zum Beispiel „größere Werke als diese werdet ihr tun“, dann sind wir nicht besser als „eine böse und ehebrecherische Generation“.

Es ist ein sehr oberflächliches und törichtes Verständnis, um Äußerlichkeiten zu fordern, um unsere Beziehung zu Gott zu bestätigen, und wir werden in der einen oder anderen Form auf Schiffbruch oder Täuschung (oder Selbsttäuschung) stoßen. Das ist sehr wie eine egozentrische Beziehung mit einem anderen Menschen, in der unsere Bewertung der Liebe diese ist: „Was hast du in letzter Zeit für mich getan?“. Ziemlich erbärmlich, oder?

Gefühlsmäßig, wenn du auf diese Weise mit Gott oder Menschen lebst (indem du den äußeren und nicht den „unsichtbaren“ Grundlagen der LIEBE und dem Baum des LEBENS vertraust und bedarfst), wirst du irgendwann den Bach runtergehen. Du hast ein Idol in deinem Leben. Wenn du deine Identität nicht in tiefer Liebe zu Jesus und tiefer Liebe zu anderen findest, wirst du deine Identität in Äußerlichkeiten finden. Jemand mag sagen: „Jetzt müssen wir natürlich die Liebe hinzufügen. Aber sicherlich haben wir das Recht, a), b), c) und d) zu erwarten, denn schließlich sagen die heiligen Schriften dies und jenes ...“ Die Schrift sagt auch, dass man es in seinem Leben nicht sehen brauch. Vierhundert Jahre Stille von Gott. Vierhundert Jahre ohne Wunder, keine Heilungen, von denen wir wissen, keine Propheten, keine Führer, von denen wir wissen, und dann taucht der Messias auf. Vierhundert Jahre Knechtschaft in Ägypten - doppelt so lange wie es „die Vereinigten Staaten von Amerika“ gibt! Massive Probleme, von regelmäßigen Hieben auf dem Rücken bis hin zu Hitzeschlag und Familienmitgliedern die an Krankheiten sterben, Misshandlungen und Flüche von Vorgesetzten, ägyptische heidnische falsche Gottverehrer, die dich hassen und verachten und dich misshandeln und peinigen. „Wo ist Gott? Ist hier keine Midlife-Krise angebracht? Ich habe meine Bibel gelesen. Ich habe Seine Verheißungen gelesen. Wo ist Gott in all dem? Ich brauche einen Plan B. Gott lässt uns hier im Stich. ‚Es‘ funktioniert nicht.“

Jemand könnte sagen: „Habe ich nicht das Recht zu erwarten, dass Er mein Erlöser, mein Befreier sein wird?“ Vierhundert Jahre sind eine lange Zeit, und ich garantiere euch, dass niemand den Anfang und das Ende dieser 400 Jahre gesehen hat. Es gab keine einzige lebende Person, die den Beginn der Gefangenschaft sah, die auch das Ende der Gefangenschaft sah. Niemand war vierhundert Jahre alt, als Moses auftauchte. Viele Menschen starben in totaler Armut, ein totalem Widerspruch ihrer Auslegung der Schrift, in völliger Frustration und Agonie über diesen Gott, der sie „enttäuscht hat und Dinge nicht so tat, wie Er sagte Er sie tun würde.“ Sie hätten in Elend sterben können oder sie hätten in Frieden sterben können. Wenn sie in Frieden gestorben waren, lag es daran, dass ihre Priorität nicht darin lag, was sie erreicht hatten, oder auf dem, was sie dachten die Verheißungen für sie sein würden. Viele Menschen starben, wie wir vorher gelesen haben, „ohne die Erfüllung der Verheißungen gesehen zu haben“. Doch sie konnten in Frieden sterben, und sie können in der Befriedigung von Herz und Seele sterben, wenn sie die Liebe Gottes erfahren und weitergeben. Darum geht es.

Deinen Körper zum Verbrennen geben. Großartige Sache! Einen Berg ins Meer werfen. Na und? Das sagt die Schrift. Das heißt, wenn du keine Agape Liebe als Grundlage für deine Existenz hast; wenn du Menschen nicht von Herzen liebst, so wie Jesus es getan hat mit „dem reichen jungen Herrscher“, sie mit Augen von erlösender Liebe ansiehst, sogar in der „harten Liebe“ die Jesus mit ihm demonstriert hat. Erinnert ihr euch daran, wie Jesus über Lazarus reagiert hat? Reagierst du so? Du weinst nicht für dich selbst, deine „Einsamkeit“, die „Ungerechtigkeiten“, die du erleidest, aber Tränen steigen in deinen Augen auf, weil du andere so sehr liebst. Wenn das nicht das ist wer du in deinem eigenen Zuhause, in deiner Nachbarschaft, in der Ortskirche (dem Leib Jesu selbst!) und der Welt im Allgemeinen - wenn es nicht dein Ziel ist, wirst du Schiffbruch erleiden. Du wirst schließlich keinen Halt mehr haben und die Kontrolle verlieren. Du wirst vermehrt Midlife-Krisen haben. Du wirst alle Arten von Krisen haben, und du verdienst sie, weil Gott dich noch nicht gelehrt hat, weil du nicht zuhörst, worum es im Leben wirklich geht.

Gott IST Liebe. Gott tut nicht die Liebe. Er gibt keine Liebe. Er befiehlt die Liebe nicht. Er ist Liebe. Und du hast Gott nicht, wenn du keine Liebe hast. Wenn es nicht das ist, worum es bei dir geht, wirst du diesen Krieg ständig im Kopf haben - ein frustrierender, quälender Kampf - und Gott wird dafür sorgen, dass du ihn hast! Wenn Er dich liebt, wird Er zusehen, dass du damit lebst und dass deine Existenz von Elend und Unruhe geprägt wird, wenn du nicht die Idee verstehst, dass Gott nicht in erster Linie „Befehlsgeber“ oder „Regelmacher“ oder „Schöpfer von allem“ oder „Autor der wahren Religion“ ist. Gott ist Liebe. Er befiehlt sie nicht nur. Er ermutigt sie nicht nur. Er erzeugt sie nicht nur wegen der guten Dinge, die Er ist. Er IST Liebe, und darum geht es. Alles andere, egal wie edel es ist, ist bedeutungslos! Und wir haben kein Recht, in direkter Antwort auf die Frage, irgendwelche Erwartungen zu haben, abgesehen von der LIEBE als Wurzel des Lebens. Alles andere - alles Wissen, alle guten Werke, jede prophetische Einsicht oder „Hingabe“ und alles andere - kommt nur wenn Gott es da wo Er will und zu Seiner Zeit hervorbringt. Nichts anderes ist eine “gegebene Tatsache“!

Nichts? In echt?! Nun, lasst uns einfach sagen, dass der gefallene, religiöse Mensch sich in eine Menge Schwierigkeiten gebracht hat, indem er „vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ gegessen hat. Wir neigen dazu, zu sagen: „Das ist eine gute Sache und das ist ein schlechte Sache. Ich habe das in der Bibel gelesen!“ Tatsächlich, ob wir es glauben oder nicht, ist es arrogant, in den engen, begrenzten Begriffen zu denken, in denen wir gewöhnlich denken! Sicher erkennt ihr, dass unsere Wahrnehmungen von „Wahrheit“ durch unseren Zeitraum, Raum und Definition, begrenzte Erfahrung und Intellekt, sowie durch die groteske und blendende Natur unserer Sünde beeinflusst werden?! Das ist der Ursprung Ismael. Denkt darüber nach. Abraham hatte offensichtlich gute Absichten für Gott und antwortete „gehorsam“ auf sein Wort ... aber es war eine aufrichtig falsche Interpretation dieses Wortes. Gott sprach später zu Abraham und sagte: „Dein Sohn, dein einziger Sohn, Isaak.“ Ismael galt nicht als „Sohn,“ wie Isaak. Offensichtlich hat Gott Abrahams „ehrlichen Fehler“ nicht geehrt.

Und was ist mit uns? Dass „vom falschen Baum essen“, „sich zu Göttern machen, die wissen, was Gut und Böse ist“, ist da, wo viele Irrtümer und Verderbtheiten der konfessionellen Welt und der gesamten biblischen Geschichte ihren Ursprung gefunden haben. Die Menschen sind sich regelmäßig sicher, dass sie genau wissen, was Gott meinte, als er so und so etwas sagte, und „so werde ich es einfach tun.“ So wurde das schlimme Übel Ismaels geboren, das „immer das vom Geist geborene Kind verfolgt.“ Und wie Paulus sagte: „Jetzt ist es genauso.“

Ein oder zwei Beispiele? Gott gab Seinem Volk ein verheißenes Land, und die „zehn Spione“ versagten und gaben einen „schlechten Bericht“. Als es ihnen bewusst wurde, dass sie versagt hatten und nun verurteilt waren, um in wasserlosen Orten wandern zu müssen, sagten sie (nicht weil sie Gott liebten, aber weil sie die Konsequenzen ihrer Sünde und ihres Unglaubens nicht mochten, „Okay, ich habe mich geirrt. Ich werde es tun. Wenn es vorher eine gute ‚Verheißung‘ war und sogar ein Befehl, dann sollte ich sicherlich in das verheißene Land gehen!“ Nein. Es funktioniert nicht so. Es ist GOTTES Zeitablauf oder gar nicht. „Versprechen“ sind nicht so. Sie werden von Gott definiert, nicht von unseren „Ansprüchen“. Du bist ein toter Mensch, wenn du ohne Gottes Zeitablauf „das Land einnehmen“ willst. Und genau das passierte.

Ein anderes „Neu Testamentliches“ Beispiel? Gott befahl Petrus: „Nimm, töte und iss!“ Petrus sagte dem lebendigen Gott aus seiner Wahrnehmung der Wahrheit „versehentlich“ zum Trotz: „Wahrlich, Herr! Kennst du die Schrift nicht, Gott? Die Schrift sagt genau hier: ‚____.‘ Du weißt, dass ich Dir niemals ungehorsam sein werde und unreine Tiere esse. Es ist hier in Schwarz und Weiß! Nein, nein, nein, ich kann das nicht tun.“ Dieser Mangel an Flexibilität, dieser Mangel an „geistlicher Tiefenwahrnehmung“ brachte Petrus an einen gefährlichen Ort. Sein Versuch, Gott aus seinem Verstand zu gehorchen und die Erfahrung seiner Wahrnehmung von „Wahrheit“, veranlasste ihn fast dazu, von Angesicht zu Angesicht gegen Gott selbst zu rebellieren! Beeindruckend. Seine Gemeinschaft war mit seinem Gehirn über Gott und keine Gemeinschaft mit Gott selbst. Die Schrift soll eine Straßenkarte zu Gott hin sein, anstelle eines Ersatzes für einen lebendigen Gott (Joh. 5). Gott wird unsere äußeren Versuche, „Ihm zu gefallen“, nicht segnen. Er wird Seinen Frieden und Wohlstand von Seele und Herz und Geist nicht gewähren, wenn wir uns äußere Dinge anschauen und externe „Erwartungen“ haben, die uns entweder zufriedenstellen oder enttäuschen. Wir werden in Konkurrenz mit uns selbst, mit anderen oder mit einem gewissen „Standard“ stehen. Wir werden arrogant und stolz sein, wenn unser menschliches Fleisch „erfolgreich“ ist, und entmutigt, wenn wir es „nicht“ sind. Es gibt kein Ende an all diesem. Gott selbst - nicht „gute christliche Ziele“ - muss unser einziges Ziel sein. Der Rest kümmert sich um sich selbst. Er wird nur bestätigen, was Er ist: LIEBE. Alles andere wird mit der Zeit Unruhe und Ismaels Frucht finden: „Verblassende Herrlichkeit.“

Der Vater wünscht eine Familie, die in Harmonie mit Seinem Gefühl über Dinge ist. Wie bei jedem Vater oder jeder Mutter ist es für Ihn keine große Befriedigung, dass Seine Kinder einfach „tun, was sie tun sollen“, abgesehen von der Gemeinschaft mit Seinem Herzen und Seiner Absicht. Unsere Verbindung zu Ihm und zu dem, wonach sich Sein Herz sehnt, bringt Ihm Freude und Befriedigung. Leute, die das Richtige tun, gibt es wie Sand am Meer. (Vielleicht nicht ganz, aber ihr versteht es.) Menschen, die fühlen, was Gott fühlt, sind die seltensten Juwelen. Das ist es, was Er möchte. Er will nicht, dass viele Roboter versuchen, mathematisch herauszufinden, was Er will, und dann versuchen zu beweisen, dass sie ihn lieben oder gute Schüler sind. „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr Meine Gebote halten, weil ihr Mich hören könnt. Ihr werdet Mich erleben können. Ihr werdet empfinden können, was ich empfinde.“ Und wenn etwas passiert, wirst du in der Lage sein, darauf zu reagieren. Nicht mit einem: „Sicherlich nicht, Herr, schließlich weiß ich es besser.“ Aber eher, wie Maria, als sie von dem Fremden Gabriel besucht wurde, „Was immer du willst, Herr! Ich verstehe es nicht, aber das ist Dein Wille. Lass es so sein.“ Das ist der oder diejenige, die dazu geeignet ist, die Mutter des Messias zu sein, die Person, die den Sohn Gottes geboren hat. Der Schöpfer des Universums lebte in ihrem Leib und in ihrem Zuhause. Warum hat Gott sie von allen Frauen auf diese Weise begünstigt? Ihr Herz und Leben war: „Auf dein Wort. Lass es so sein. Ich brauch es nicht zu verstehen, um es vollständig anzunehmen und es zu lieben.“

Das ist die Art von Herzen, die Er sucht. Jemand, der fühlen kann, was Er fühlt. Nicht nur denken, dass du weißt, was Er weiß, und nicht nur denken, dass du tust, was Er will (weil du wahrscheinlich Unrecht hast – „Sicher nicht, Herr.“) Du meinst, dass du es weißt, aber der Punkt ist, dass du es nicht immer weißt. Du denkst, dass du es weißt, und sicherlich wendest du dich nicht absichtlich gegen das, was du für Gottes Willen hältst, aber wenn du nach Gott und nicht nur nach Dingen über Gott trachtest, wirst du viel offener sein für: „Wirklich, Herr?“ Im Gegensatz zu, „sicherlich nicht, Herr.“ Diese radikal andere Antwort kann nur passieren, wenn wir in einer Liebesbeziehung mit der Person die spricht verwurzelt sind. Wir können nicht in unseren arroganten kleinen Gehirnen verwurzelt sein - Gehirne, die man aus unserem Körper herausziehen und auf eine Waage legen könnte und die Nadel würde sich kaum bewegen. Im gesamten Universum der Schöpfung sollten unsere persönlichen, entscheidenden, unnachgiebigen Schlussfolgerungen vom falschen Baum nicht viel Gewicht haben, nicht einmal für uns selbst! Darum geht es im Leben nicht - dein Verständnis von diesem oder jenem. Das hat im Laufe der Jahre viele Menschen in Schwierigkeiten gebracht. Der vom Geist kontrollierte Verstand ist Leben und Frieden. Bei der Frage des Lebens geht es nicht darum, „christliche Dinge zu tun, sondern um eine intime, persönliche Erfahrung von Gott und Seiner Liebe, und diese Liebe auch an die Menschen um Dich herum auszugeben. Um zu sehen, was Er sieht, um zu fühlen, was Er fühlt, und Seinem Herzen willig zu antworten, von Fall zu Fall, von Tag zu Tag, darum geht es beim Christentum wirklich. Siehst du, mit dieser Art von Einstellung kannst du dein ganzes Leben in Seinem Frieden leben, ohne notwendigerweise ein großes und mächtiges „Ding“ getan zu haben, aber du hast die Gottheit erfahren!

„Mein Vater und ich werden kommen und unser Zuhause in euch machen!“ Diese Erfahrung bringt ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit, ein tiefes Gefühl von Wert und eine tiefe Stabilität, die unerschütterlich ist. „Mein Vater und ich werden kommen und unser Zuhause in euch machen.“ Was brauchen wir sonst noch? Wenn das wahr ist, wirst du auch aktiv sein. Du wirst auch tun, wozu Er dich aufruft. Du wirst auch von Fall zu Fall und von Situation zu Situation auf Ihn reagieren. Natürlich wirst du. Genau wie Jesus es tat. Aber die Grundlage der ganzen Sache ist, dass der Vater und der Sohn gekommen sind, um in dir zu wohnen. Und du erlebst dieses Verweilen. Es ist nicht nur eine Theologie. Du hast das nicht irgendwo gelesen. Du erlebst das, und wenn du das erfährst, wird es deine ganze Existenz leiten. Es wird dich leiten, in dem wie du dich fühlst, wie du denkst und wie du auf Dinge reagierst. Du wirst nicht zu arroganten Schlussfolgerungen eilen, basiert auf die begrenzten Erfahrungen dessen, was du für wahr hältst. Und wenn du versagst, wirst du nicht auseinanderfallen, weil du sowieso nicht annimmst, dass alles auf irgendeine bestimmte Art und Weise laufen sollte. Du suchst nach Liebe, nach dem Frieden, der in diesem Moment aus dem Herzen und dem Verstand des Vaters fließt. „Der Verstand, der durch den Geist kontrolliert wird, ist Leben und Frieden.“ Du suchst nach einem Gefühl der Gemeinschaft und der Befriedigung und der Liebe, die von dem in dir lebenden Vater und Sohn kommt und die sich in dir bestätigen.

Wenn du irgendetwas fragst, und dabei den Vater kennst, fühlst und erfährst, wird es geschehen. Es gibt einen Prozess der Gemeinschaft und diese Liebesgemeinschaft liegt der christlichen Existenz in ihrer reinsten Form zugrunde. So viele Menschen haben leider noch nie so gelebt. Daher kennzeichnen Midlife-Krisen oder Instabilität mehr als 99% der Existenz sogenannter Christen, weil sie nicht aus dem Leben Gottes, aus der Liebe Gottes heraus, aus der Fülle des Vaters hinaus leben, aus der Gemeinschaft mit der Gottheit, aus äußerster Liebe füreinander.

Sie wissen noch nicht wirklich, was es ist, die Liebe des Vaters zu fühlen und die Liebe Gottes in anderen zu erfahren. Ihre Erfahrung von „Kirche“ oder „Leib Christi“ ist immer noch primär akademisch. Herr eile den Tag, an dem der Glaube Anblick ist! Wenn die Wolken über unseren Augen wie eine Schriftrolle zurückrollen. Wenn die Braut sich wirklich „bereit gemacht“ hat, indem sie die Kirche ist, für dessen Geburt Jesus gestorben ist - ein gleiches Joch, das bereit ist für seine Wiederkunft. Dies ist der Zweck von allem, von dem wir sprechen: ein Geschenk „von Ihm und durch Ihn und zu Ihm hin!“ In Liebe leben und nicht nur in Äußerlichem. Oder sogar weniger als das. „Danke Vater dass Du geduldig mit uns bist auf der Reise zu Dir, aber nicht so geduldig, dass wir uns verlaufen!“:)

jesulebenzusammen.com
Deutsch Languages icon
 Share icon