Einigen wir uns, uneinig zu sein? NEIN!!! Teil 2

Liebt einander in die Größe hinein

26/9/1999

Sonntagnachmittag, 26. September 1999

Frage: Aber was ist mit Paulus und Barnabas? Sie hatten einen so scharfen Streit über Johannes Markus, dass sie in verschiedene Richtungen gingen. Wie passt das zu „Es ist nicht in Ordnung, sich einig zu sein um uneinig zu sein“?

Paulus und Barnabas

Es ist faszinierend, weil von Paulus und Barnabas nicht viel in dieser Beziehung gesagt wird. Es steht hier nichts über die Beziehung nach diesem Ereignis, in dem sie die „Meinungsverschiedenheit“ hatten. Erinnert ihr euch daran, wie Johannes Markus auf einer früheren Reise abgehaut war? Er war fleischlich, weltlich und ängstlich ... und er gab auf. Er war ein Drückeberger. Aber Paulus war deutlich darüber, was er später von Johannes Markus hielt, als er von ihm sagte, ein geliebter Bruder zu sein ... ein „Mitgefangener“. Ich denke, es gab keinen Streit darüber, ob Paulus Barnabas liebte oder nicht. Ich bin sicher, er war dankbar für alles, was Barnabas für ihn getan hatte. Barnabas hatte Paulus zu den Aposteln geführt und ihn in eine sichere Beziehung mit ihnen gebracht. Obwohl Paulus einst ein Gotteslästerer war, wurde er hauptsächlich wegen Barnabas begrüßt. Barnabas hatte gute Arbeit geleistet. Er hat uns alle einen Gefallen getan mit Saulus, später Paulus genannt.

Obwohl Johannes Markus ein Deserteur war, schrieb er eines der vier Evangelien. Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Beweis dafür gibt, dass Paulus Liebe zu diesen beiden Männern jemals in Frage war. Der Streitpunkt war ... darf ein Deserteur mit einer Arbeit wie dieser weitermachen? Sollte ein Mann voller Heiligen Geistes und Weisheit sein, um an Tischen zu bedienen? Die meisten würden sagen: „Nein, das ist nicht notwendig.“ Gott würde sagen: „Ja, das ist es.“ Denkt darüber nach. Wie viele von euch würden in eurem natürlichen Verstand sagen: „An Tischen bedienen? Das ist schon eine wichtige Aufgabe. Ich glaube wirklich, dass man vom Heiligen Geist und von Weisheit erfüllt sein muss, um diese Schüssel mit Bohnen auf den Tisch zu stellen.“ „Ja, das macht auch für mich Sinn!“ Das macht euch vielleicht keinen Sinn, aber Gott hat das gesagt. Natürlich scherze ich ein wenig. Der Schlüssel zum Verständnis hierüber ist, dass die Männer ausgewählt wurden, um über die Sache zu sein. Es gab Leute, die sie leiteten, während sie den hellenistischen Witwen Nahrung brachten. Der Punkt ist folgender: Normalerweise denken wir, dass die Person mit Restauranterfahrung für die Ernährung der Massen zuständig ist. Aber Gott sagt, dass die Person, die Ihn am besten kennt, die Person ist, die die Massen ernährt. Das ist ein ganz anderer Messstab, oder?

Das war das Wesen dieser Auseinandersetzung mit Paulus und Barnabas über Johannes Markus. Es gibt keinen Beweis dafür, dass der Respekt oder die Liebe von Paulus für Markus oder für Barnabas jemals auf dem Spiel stand. Das einzige, was auf dem Spiel stand, war: „Wie gehen wir vor, Gottes Arbeit zu tun?“ „Muss man voll mit dem Heiligen Geist sein und voller Weisheit, um an Tischen zu bedienen?“ Paulus sagte: „Ja.“ Barnabas sagte: „Nein“. Paulus sagte: „Das ist nicht gut genug.“ Sie hatten einen Streit, und sie gingen getrennte Wege.

Wer hatte Recht?

Also, wer hatte Recht und wer war falsch? Die Bibel sagt es nicht wirklich. Außer, dass sie in einer rückblickenden Art doch etwas sagt. Denn von diesem Punkt an schien der Heilige Geist ein Rampenlicht auf Paulus und folgte allem, was er tat, und allem, was er schrieb. Wo ist Barnabas? Puh! Kein Barnabas mehr. War er gerettet? Auf jeden Fall! Wurde er von Gott geliebt? Auf jeden Fall! Verlor er einen Teil seiner Fähigkeit, Gott zu dienen und einen Teil seiner Wirksamkeit mit Gott? Vielleicht tat er es. Vielleicht nahm er einen Schritt rückwärts von dem, was er hätte tun können. Barnabas war vor diesem Punkt in der Schrift sehr prominent und von diesem Moment an ... ist er verschwunden. Das bedeutet nicht, dass er nicht gerettet wurde, und das bedeutet nicht, dass er nicht mehr aktiv war. Ich bin sicher, er hat ein paar wundervolle Dinge getan. In Foxes Buch der Märtyrer gibt es Dinge, die zum Annehmen führen, dass er weiterhin ein treuer Soldat war. Kein Streit darüber. Mein einziger Punkt ist ... sie haben sich nicht über irgendeinen Gewissensgrund an sich getrennt, und es gab keine Ablehnung von einander. Paulus sprach warmherzig von Barnabas. Paulus liebte ihn sehr und war Barnabas unendlich dankbar. Das war nicht das Problem. Aber sie hatten einen Streit darüber, wie man baut. Es gibt einige Beweise, zumindest basierend auf den Fakten, dass es notwendig ist, um voll mit dem Heiligen Geist und voller Weisheit zu sein, um an Tischen zu dienen. Vielleicht hatte Paulus in dieser Angelegenheit recht. Gewiss, Paulus war unglaublich wirksam, und der Heilige Geist richtete ihn auf und folgte ihm in der Apostelgeschichte von diesem Tag an.

Wir haben also einen guten Grund zu denken, dass Paulus nicht sündigte, als er die Wahl über Johannes Markus machte und stattdessen Silas mitnahm. Ich glaube nicht, dass Barnabas und Paulus sich dazu entschlossen, „sich einig zu sein, uneinig zu sein“. Wir sind nicht absolut sicher, was es war, aber es gibt Beweise dafür, was Seine Gedanken waren. Aber was auch immer die Meinung Gottes war, einer der Männer hatte recht oder keiner von beiden hatte recht; aber es gibt überhaupt keine Chance, dass beide recht hatten. Richtig?

Sie gingen getrennte Wege und taten das Beste, was sie konnten, und manchmal kamen solche Dinge auf. Die Tatsache, dass Paulus Markus später als einen geliebten Bruder bezeichnete, ist Beweis dafür, dass dort immer noch ein Zusammenhang bestand. Es gab keine Kälte, keine Isolation und kein Urteil in dem Sinne, dass Paulus sich von ihm trennte. Aber dieses „sich einig sein, uneinig zu sein“ wird normalerweise sehr anders ausgelebt. Normalerweise drückt es sich so aus: „Ich habe eine starke Meinung zu etwas. Du hast eine starke Meinung zu etwas. Und wir glauben beide, dass wir recht haben. Wir können nichts dagegen tun, also lassen wir die Sache einfach fallen.“ Das ist wirklich nicht Gottes Weg, es einfach fallen zu lassen und jeder macht sein eigenes Ding. Es ist praktisch für uns, aber wenn wir diesen Kurs nehmen, gibt es schweren Verlust. Es ist eine faszinierende Geschichte mit Johannes Markus. Es ist eine bedauerliche Geschichte. Aber unser Leben ist voller bedauerlichen Dingen. Es geht darum, sich Best möglichst mit ihnen zu befassen.

Was wenn??

Wisst ihr was? Was, wenn Paulus und Barnabas es falsch gemacht hatten? Ist das möglich? Könnten sie sich falsch damit befasst haben? „Der Diener des Herrn darf nicht streiten“ (2. Tim. 2,24). Nun, es hört sich an, als hätten sie Streit gehabt. Vielleicht gibt es da irgendwo etwas Ungehorsam. Und die Tatsache, dass sie diesen Streit in der Bibel hatten, bedeutet nicht, dass es richtig war. Vielleicht hätte das nie passieren dürfen. Vielleicht hätte Johannes Markus gehen sollen und hätten sie ein paar andere Brüder mitbringen sollen, um etwas Zeit mit Johannes Markus zu verbringen. Vielleicht gab es andere Lösungen, zu denen sie damals noch nicht gekommen waren. Vielleicht hatten sie nicht genug gebetet und gefastet. Vielleicht hatten sie sich nicht ganz genug lieb. Sie waren alle ziemlich neu im Glauben. Vielleicht waren sie zu diesem Zeitpunkt nicht so weise wie zehn Jahre später. Vielleicht hätten sie es dann anders gemacht. Nur weil es in den Heiligen Schriften steht, bedeutet das nicht, dass sie perfekt waren und dass sie keine Fehler gemacht haben.

Vielleicht hätten sie zu diesem Zeitpunkt etwas Besseres tun können. Aber die Hauptsache in dieser Situation ist, dass sie sich weiterhin liebten. Dafür gibt es Beweise. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Paulus Stellung bezog - und er hatte einen Grund, sich für diesen Standpunkt zu entscheiden. Er war nicht lieblos. Es ging um ein Prinzip, und er tat was am besten war, dies zu erfüllen. Offensichtlich blieben sie später in Kontakt, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht zusammenarbeiteten. Vielleicht hätten sie es tun können, vielleicht sollten sie ... aber sie taten es nicht. Trotzdem, der einzige Punkt, den sie nicht verletzen, war, dass sie nicht aufhörten, einander zu lieben und sich um einander kümmern.

Zusammenfassend ... Liebt Gott und liebt einander

Ich sehe ein, dass ihr vielleicht nie an einiges von dem was ich gerade gesagt habe gedacht habt. Vielleicht habt ihr nie wirklich so daran gedacht, oder in dieser Weise. Und mir ist klar, dass ihr das bearbeiten und in euer Leben hineinarbeiten müsst und es aus verschiedenen Sichten betrachten müsst. Ich habe nur die Absicht, Samen zu pflanzen, damit Gott Wachstum geben kann ... und oh, wie Er Wachstum gibt! Wo und warum und in welcher Form dieses Wachstum erfolgt, ist Seine Angelegenheit. Das Saatgut, das ich jetzt pflanzen möchte, ist, dass Römer 14 nicht bedeutet, dass wir uns „einig sein müssen, uneinig zu sein.“ Jemand hat tatsächlich einen schwächeren Glauben - und es muss uns wichtig sein! Wir ignorieren nicht die Tatsache, dass einer von uns einen schwächeren Glauben hat, und wir lehnen einander nicht ab.

Ich wollte auch dass ihr erkennt, dass der Grund, warum Paulus so mit Barnabas umging, wahrscheinlich sehr zusammenhing mit einer Apostelgeschichte 6 Sache, über Dienen an Tischen. Man muss voll Heiligen Geistes und voller Weisheit sein, um an Tischen zu dienen. „Du der geistlich bist, stelle einen solchen wieder her.“ Es gab Prinzipien der Wahrheit in Paulus Verstand, die ihn dazu führten, seinen Kurs zu nehmen. Richtig oder falsch, er tat das Beste, um den Wegen Gottes in dieser Angelegenheit zu folgen. Wenn wir einander so lieben, wie Paulus und Barnabas, und wenn wir Gott lieben, dann wird die Art und Weise, wie dies in verschiedenen Situationen, Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten gilt, so, wie Gott es will. Wir können Ihm vertrauen, dass Er das tut.

Und das ist der Gedanke, mit dem ich euch lassen möchte. Ich versuche nicht, einen theologischen Pfad der Apostelgeschichte zu schaffen, der sagt: „Wenn du eine Meinungsverschiedenheit mit jemandem hast, tue folgendes ...“ Das Prinzip ist nur das: Liebt einander in die Größe hinein!! Gebt nicht auf und akzeptiert keinen schwächeren Glauben in anderen, als ob es halt „so sein muss“. Arbeitet weiter und ihr werdet herrliche Dinge sehen! LIEBT EINANDER, LIEBT EINANDER, LIEBT EINANDER IN DIE GRÖSSE HINEIN!

„Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung“ (1. Korinther 1:10).

„Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid“ (Philipper 2:1-2).

„Und er selbst gab den Heiligen die einen als Apostel, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi“ (Epheser 4:11-13).

„Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich für euch und für die in Laodizäa und für alle führe, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, auf dass ihre Herzen gestärkt und verbunden werden in der Liebe und zu allem Reichtum an der Fülle der Einsicht, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist. In ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis“ (Kolosser 2:1-3).

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt“ (2. Timotheus 3,16-17).

„Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit allem Aufwand von Geduld und Lehre (2. Timotheus 4:2).

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