In Ehrfurcht vor Gottes Haus leben

5/12/1993

Sonntagabend, 5. Dezember 1993

Jakob sprach von einem „Grauen“. „Wie furchtbar ist dieser Ort“ (Gen. 28,17). Die Frage wurde gestellt: „Was hat Furcht mit irgendetwas zu tun? Warum ist es furchtbar, dass dies das Haus Gottes ist?“ Es gibt andere Art, das Wort „Furcht“ zu übersetzen: „Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort“, aber der Punkt ist, dass es DOCH eine richtige Art gibt, den Körper von Christus zu sehen. Diese Sicht des Leibes Christi muss eine gewisse Furcht oder Ehrfurcht vor dem Haus Gottes enthalten. Sonst vermisst du es, und du wirst große taktische Fehler in deinem Leben machen, wenn du es nicht richtig siehst. Wenn du den Leib Christi als etwas siehst, zu dem Engel hinabsteigen und von dem sie aufsteigen, wenn du das Haus Gottes, Bethel, als das Tor des Himmels siehst (jeder will in den Himmel, oder?), WIRD es eine gewisse Furcht in deinem Herzen geben.

In Wahrheit will Gott, dass die Art wie die Kirche, der Leib Christi, gesehen wird, eine Furcht oder Ehrfurcht beinhalten muss, oder wir sehen sie nicht richtig. „Und alle Gläubigen waren voller Ehrfurcht“ (Apg. 2). Es gab einen Wandel, als sie die Kirche in der Apostelgeschichte 2 sahen. Etwas sehr Dramatisches geschah in ihrem Leben in dem Maße, in dem alle Gläubigen zusammen waren und alles gemeinsam hatten. „Ja, ja, ich weiß, sie liebten Jesus, sie gaben dem Messias ihr Leben, von dem sie wussten, dass Er gekommen war, und sie taten Busse über Taten, die zum Tod führen.“ Aber etwas Anderes passierte auch und das war, dass sie der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, dem Gebet und dem Brotbrechen gewidmet waren - all diese Dinge, die mit anderen Menschen, mit der Kirche zu tun haben. Sie gaben sofort Acht auf die Ekklesia, beteten nicht nur in ihrem eigenen Gebetsraum und anerkannten dann andere Menschen: „Ok, sie sind auch Christen. Ich werde für Gott leben und sie werden für Gott leben, und so sollten wir zumindest versuchen, uns wenigstens regelmäßig miteinander zu treffen.“ So sahen sie das nicht.

Die Art und Weise, wie sie sie betrachteten, wirkte sich aufs kleinste Detail ihres Seins aus. Als sie das Haus Gottes sahen, Bethel, das Tor des Himmels, geschah etwas Radikales in der Art und Weise, wie sie miteinander funktionierten, soweit hin, dass diese Person meinen Wagen jetzt genauso besitzt wie ich, und diese Person besitzt mein Haus ebenso wie ich es tue. Das ist nicht nur einfach: „Ich glaube, der Messias ist gekommen.“ Etwas passierte in der Art, wie sie andere Menschen sahen. Dieses Volk, das einst kein Volk war, ist jetzt das Volk Gottes. Sie haben das gesehen. Christus, der Seinen Kopf im Himmel und Seine Füßen auf der Erde hat, entzündete sie mit Ehrfurcht und hatte eine dramatische Wirkung auf ihr Leben. Es war eine furchterregende Sache, natürlich nicht im negativen Sinne, aber es gab etwas sehr Ehrfurchtvolles, und sie reagierten darauf.

In 1. Korinther 11 sprach Paulus darüber, den Körper nicht zu erkennen, und er fuhr fort, dass diese einfache Tatsache, den Körper nicht zu erkennen, Gericht und so viel Zorn von Gott bringe, dass er wollte, dass alle Menschen davon erlöst seien. Es gibt eine Energie in Gott, so weit, dass Er sogar bereit ist, Menschen darüber zu töten. „Deshalb sind einige von euch krank und andere sterben (schlafen ein)“, hat Paulus gesagt. Gott hat eine Menge Energie in Seinem Herzen dafür, dass es eine Furcht oder Ehrfurcht vor dem Leib Christi geben soll. So sehr, dass Er bereit ist, Leute „herauszunehmen“. Er ist bereit, Menschen aus dem physischen Bereich herauszunehmen und sie vollständig aus dem Leben anderer Menschen zu entfernen - Mütter mit kleinen Kindern, wenn nötig, Großmütter und Kinder, die aufwachsen. Er ist bereit Leben zu zerstören, zumindest, wie Menschen es sehen, damit der Leib Christi erkannt werden kann.

Deshalb sagte Er, dass viele von euch krank sind und einige sterben. Weil ihr den Leib Christi nicht erkennt. Ihr seht es nicht so, wie Gott es sieht. Ihr lauft einander voraus. Ihr kümmert euch nicht um die Bedürfnisse des anderen. Einige von euch sind satt, andere hungern. Ihr lebt selbstständig, ihr lebt selbstsüchtig. Ihr habt keine Ehrfurcht, wenn ihr den Leib Christi seht, und deshalb sind einige von euch krank und andere sterben. Gott nimmt das sehr ernst.

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